„Kultur verbindet!“: Unter diesem Motto zeichnete Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier 29 Bürger mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland aus und würdigte damit deren herausragende ehrenamtliche Tätigkeit oder deren kulturpolitisches Engagement. Unter den Geehrten war auch Professor Ulrich S. Schubert, Gründer der Internationalen Jungen Orchesterakademie. Am Reformationstag lud Bürgermeister Rainer Rewitzer ins Rathaus zum Eintrag ins Goldene Buch ein.
Nach einer Besprechung beim Stadtoberhaupt trafen sich zum Eintrag ins Goldene Buch zweite Bürgermeisterin Andrea Lang, die Fraktionsvorsitzenden Josef Windirsch, Claudia Poxleitner, Werner Rieß, die Stiftungsbeiräte MdL a.D. Georg Stahl und Altbürgermeister Johann Walbrunn sowie die Mitarbeiterinnen der Akademie, Christina Windirsch, Brigitte Frank und Katharina Bergmann zur Ehrungszeremonie im Sitzungssaal des Rathauses.
Professor Schubert aus Jena, weltweit anerkannter Chemiker und leidenschaftlicher Klarinettist, gründete 1994 die Internationale Junge Orchesterakademie, die rechtlich als Kultur- und Sozialstiftung geführt wird. Bürgermeister Rewitzer nannte das Jugendsinfonieorchester nicht nur die beste Möglichkeit in professioneller Art junge Musiktalente zu fördern, sondern auch im Umgang der Musikerinnen und Musiker untereinander Völkerverständigung in wohl einmaliger Form zu praktizieren.
Seit 1994 begleitet und leitet Professor Schubert die Stiftung Internationale Junge Orchester Akademie, die seit 1998 ihren Sitz in Pleystein hat. Dieser lange Verbleib in Pleystein habe längst dazu geführt, dass Dozenten, Musiker und Dirigenten die Stadt als „zweite Heimat“ sehen, sagte der Rathauscehf. Ausdrücklich hob das Stadtoberhaupt die Bemühungen Professor Schuberts hervor, sich auch stets um ausreichende Mittel für die Stiftung zu bemühen, um die Aufenthalte der jungen Menschen während des Osterfestivals zu sichern. Andererseits aber seien die Konzerte in Weiden, Bayreuth und weiteren Städten Garanten dafür der Internationalen Jungen Orchesterakademie weitere Einnahmen zu verschaffen. Hauptziel der Internationalen Jungen Orchesterakademie sei, mit den Einnahmen krebskranken Kindern helfen zu können.
Der Name Pleystein werde durch die Internationale Junge Orchesterakademie weltweit bekannt. Dass Professor Schubert nahezu von Beginn an der Stadt die Treue gehalten hat, verdiene höchste Anerkennung und Dank, sagte Rainer Rewitzer.
Stahl, unermüdlicher Förderer der Internationalen Jungen Orchesterakademie, bekannte ehrlich, bereits bei der ersten Begegnung 1999 Professor Schubert als sehr sympathisch empfunden zu haben. Vor allem aber habe er gespürt, dass Schubert es mit der Musik und der Kultur in der Oberpfalz Ernst nehme. „Er ist ein Mann, der uns in der Oberpfalz gefehlt hat“, war der ehemalige Landratsabgeordnete überzeugt. Die Einladung Schuberts ihn zur Verleihung des Bundesverdienstordens nach Berlin zu begleiten, sei für ihn ein denkwürdiger Tag, ja so gar der Superlative, gewesen, sagte Stahl.
Die Auszeichnung durch Bundespräsident Steinmeier habe der Internationalen Jungen Orchesterakademie gerade für das Jubiläumsjahr 2019 „viel Rückenwind“ gebracht, sagte der Geehrte. Gratulationsschreiben hätten sich parteiübergreifend in seinem Briefkasten gesammelt, meinte der Professor. Die Stadt Pleystein sei vor einem Vierteljahrhundert ausgewählt worden, weil die Stadt Weiden mit ihrem damaligen Oberbürgermeister kein Interesse zeigte. Er sei nach wie vor überzeugt, dass Pleystein der ideale Ort sei ein Orchester zusammenzubekommen, dazu erleichtern kurze Verbindungen zu mehreren Flughäfen und zu den Städten mit Konzertauftritten die Arbeit der Akademie. Die Konzerte und Auftritte der Internationalen Jungen Orchesterakademie für 2019 seien gesichert, betonte Professor Schubert. Für die „Zeit danach gebe es einen Plan“.













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