Pleystein
20.10.2021 - 12:06 Uhr

Jakob Giehl stirbt im Alter von 88 Jahren

Eineinhalb Monate vor seinem 89. Geburtstag starb Jakob Giehl. Der Verstorbene war bekannt unter dem Hausnamen „Wurzer Jakl“ und kam am 26. November 1932 in Steinbach als drittes von sechs Kindern des Landwirtsehepaars Jakob und Margareta Giehl zur Welt. Nachdem sein ältester Bruder Hans an Kinderlähmung erkrankt war und die schwere Arbeit in der Landwirtschaft nicht mehr ausüben konnte, wurde Jakob als Hoferbe bestimmt.

Er besuchte die Landwirtschaftsschule in Vohenstrauß und bildete sich aus eigenem Interesse in Kursen fort, um stets auf dem neuesten Stand zu sein. Nach der Hofübergabe 1963 baute er einen neuen Stall und stellte auf Grünland um. Fortan war die Milchwirtschaft die Einkommensquelle. 1978 musste Jakob Giehl die Eltern auf dem letzten Weg begleiten.

Sein Interesse galt der Natur und der Tierwelt, so dass er auch eine Ausbildung zum Natur- und Landschaftsführer machte. In der knapp bemessenen Freizeit bastelte er gerne mit Holz. 2002 lernte er seine große Liebe Maria Puff kennen, mit der er 15 Jahre glücklich zusammenlebte. Nach einem schweren Unfall 2017 pflegte sie ihn in seinem Haus bis zu seinem Tod. "Gerne besuchte Jakob Giehl die Gottesdienste in der Stadtpfarrkirche", schloss Stadtpfarrer Pater Hans Ring in der Eucharistiefeier am Dienstagnachmittag den Rückblick auf das Leben des Verstorbenen.

Bürgermeister Rainer Rewitzer würdigte das Wirken Jakob Giehls als Stadtrat von 1984 bis 1990. Im Gremium habe er oftmals unangenehme Themen beim Namen genannt und damit Diskussionen entfacht. Außerdem habe Giehl wesentlich zur Gründung der Jagdgenossenschaft Steinbach beigetragen. Auch in der Kolpingfamilie Pleystein, im TSV Pleystein, im Männergesangverein 1895, im OWV und in der Feuerwehr Miesbrunn habe der Landwirt durch aktive Mitarbeit Akzente gesetzt. Mit hohen Auszeichnungen und der Ernennung zum Ehrenmitglied sei sein ehrenamtliches Engagement von den Vereinen gewürdigt worden, erinnerte Rewitzer.

 
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