26.07.2020 - 10:50 Uhr
PleysteinOberpfalz

Kindergarten Pleystein verabschiedet verdiente Mitstreiterinnen

Abschiednehmen hieß es beim Abschlussgottesdienst des Pleysteiner Kindergarten. Dabei sind nicht nur die Vorschulkinder betroffen.

Erstmals feierte der Kindergarten St. Elisabeth seinen Abschlussgottesdienst zum Ende des Kindergartenjahres auf dem Kreuzbergplateau.
von Walter BeyerleinProfil

Meist bringt Corona nur Einschränkungen mit sich. Die Entscheidung der Kindergartenleitung mit Schwester Maria zum Abschlussgottesdienst mit Stadtpfarrer Pater Hans Ring auf das Kreuzbergplateau einzuladen, war geradezu ideal. Rosmarie Stauber hat nach 29 Jahren ihre Arbeit als Reinmachefrau mit Ende des Kindergartenjahrs beendet. Für Schwester Maria Fuchs war es auch das letzte Jahr im Pleysteiner Kindergarten St. Elisabeth.

Jedes Kind erhielt das Bild eines Engels, gemalt von Schwester Maria Schulze, der schützend auf zwei Kinder schaut. Pater Hans Ring freute sich, dass der Abschlussgottesdienst mit Gott gefeiert werde, weil dieser die Kinder das ganze Jahr begleitet habe. Deshalb werde im Abschlussgottesdienst auf unterschiedliche Weise hörbar werden, wie Gott das Leben aller Menschen begleitet und beschützt hat.

Klosterschwester Simonetta Röckl verabschiedet sich

Pleystein

Treue Wegbegleiterin

Danach verabschiedete der Geistliche Stauber, die 29 Jahre im Kindergarten für Sauberkeit gesorgt hat. Die lange Zeit sei mit dem Begriff „Treue“ eng verbunden, betonte Ring und dankte im Namen der Kirchenverwaltung. Dem schlossen sich Schwester Maria und das Kindergartenpersonal an.

Stadtpfarrer Hans Ring erinnerte daran, dass vor sechs Jahren zunächst die große Frage, ob nach dem Weggang von Schwester Cäcilia im Jahr 2014 vom Orden wieder eine Nachfolgerin nach Pleystein in den Kindergarten entsandt wird. Erfreulichweise sei dann Schwester Maria Fuchs in den Kindergarten eingezogen. Insgesamt habe Schwester Maria damit sechs ihrer 46 Dienstjahre in Pleystein verbracht. Auch für Schwester Maria hatte der Seelsorger ein Geschenk mitgebracht. Den Dankeswünschen schlossen sich die Vertreter des Elternbeirats an.

Geschenke im Eimer

Bürgermeister Rainer Rewitzer dankte Rosmarie Stauber für die knapp 30-jährige Dienstzeit im Kindergarten. Seine Wünsche für eine gute Zukunft verband Pleysteins Stadtoberhaupt mit der Übergabe eines Geschenksortiments, gut aufgehoben, sinnigerweise in einem neuen Putzeimer. „Wir haben beide zeitgleich im Jahr 2014 unseren Dienst angetreten“, sagte der Rathauschef zu Schwester Maria Fuchs. Die Vorschulkinder Paula, Melinda, Emily, Paula, Yannick und Philipp überreichten den Ehrengästen ein kleines Geschenk.Die Verabschiedung aller Schwestern, die in Pleystein tätig waren, ist am 4. Oktober.

Sandra Putzer, Schwester Maria und Bettina Prem (von links) verabschieden "ihre" Putzfrau Rosmarie Stauber nach 29jähriger Tätigkeit im Kindergarten St. Elisabeth.
Stadtpfarrer Pater Hans Ring verabschiedet aus dem Kreis des Kindergarten St. Elisabeth Schwester Maria.
Ein buntes Bild zum Abschluss der Feier zum Ende des Kindergartenjahres bieten die "tanzenden Schmetterlinge". Es sind die Vorschulkinder.
Stadtpfarrer Pater Hans Ring dankt Rosmarie Stauber für 29jähirge Tätigkeit als Putzfrau im Kindergarten St. Elisabeth.
Bald Geschichte:

Orden der Armen Schulschwestern

Schwester Maria Fuchs wird die Stadt und den Kindergarten im Januar verlassen. Dann gehört auch der Orden der Armen Schulschwestern in der Stadt endgültig der Vergangenheit an. Diese Verbindung zum Orden begann vor 90 Jahren mit der Aufnahme der Arbeit im Kindergarten, berichtete Schwester Maria. 1932 wohnten hier zwei Krankenschwestern, die 36 Jahre lang für die Kranken des Orts Pleystein bei Tag und Nacht sorgten.

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.