13.01.2022 - 14:20 Uhr
PleysteinOberpfalz

Kreuzbergfest in Pleystein soll auf jeden Fall stattfinden

Der Stadtrat Pleystein hat beschlossen, umgehend mit den Planungen für das Kreuzbergfest am 8. Mai zu beginnen. Anfragen von Fieranten gibt es bereits. Auch eine Ausdehnung des Marktes rund um die Altstadt ist im Gespräch.

Im September 2019 fand das letzte Kreuzbergfest statt. Dazu gehörte bisher auch ein mittägliches Standkonzert der Stadtkapelle Pleystein.
von Walter BeyerleinProfil

Die Vorbereitungen für das Kreuzbergfest am 8. Mai können umgehend starten. Das hat der Pleysteiner Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstag entschieden.

Marktmeister Markus Schulz hatte sich für eine rechtzeitige Entscheidung über die Abhaltung oder Absage des Kreuzbergfestes ausgesprochen. „Die ersten Anfragen von Fieranten kommen bereits“, sagte er. Sollte die Entscheidung „pro Kreuzbergfest“ getroffen werden, müssten nach Einschätzung von Markus Schulz auch die entsprechenden Bedingungen festgelegt werden. Vor allem sei wichtig zu entscheiden, ob das Kreuzbergfest bereits „beworben“ werden solle. Das sei wichtig, um zu erfahren, welche und wie viele Fieranten ihr Interesse an der Teilnahme am Markt zeigen. Es sei anzunehmen, dass wegen Corona einige Fieranten das Handtuch geworfen haben, sagte der Marktmeister.

Weltlicher und kirchlicher Teil geplant

Bürgermeister Rainer Rewitzer sprach sich dafür aus, das Kreuzbergfest mit weltlichem und kirchlichem Teil „auf jeden Fall“ zu planen und auch die Werbung dafür zu starten. Es sei wichtig, nach außen zu signalisieren, dass in Pleystein wieder Veranstaltungen stattfinden. Der kirchliche Teil solle nach Rücksprache mit Stadtpfarrer Pater Hans Ring im bisherigen Rahmen, nach Möglichkeit mit einer Prozession, in jedem Fall aber unter Einbeziehung des Gottesdienstes am Freialtar auf dem Kreuzberg, stattfinden.

Markus Schulz sprach eine Ausdehnung des Marktes rund um die Altstadt an, um den Markt zu entzerren. Er sieht aber auch Probleme mit den Fieranten, die auf ihre angestammten Plätze am Marktplatz sicher nicht verzichten möchten.

Fieranten frühzeitig einbeziehen

Andrea Lang (CSU) nannte die Planungen noch spekulativ, so dass eine endgültige Entscheidung für die Abhaltung des Kreuzbergfestes wohl erst zwei bis drei Wochen vor dem Festtag getroffen werden könne. Sie nannte es charmant, wenn der Markt am gewohnten Platz bleiben könne.

Marktmeister Reinhold Schulz hofft, dass die Zusagen an die Fieranten sechs Wochen vor dem Festtag verschickt werden können. Markus Schulz machte deutlich, dass Fieranten, sollten sie anderweitig eine Zusage bekommen haben, dann auf die Teilnahme am Kreuzbergfest verzichten werden. Er schlug vor, dass die Verwaltung der Stadt die bekannten Fieranten fragen solle, ob eine Teilnahme beabsichtigt ist. Mit dieser Vorgehensweise war der Stadtrat einverstanden.

Bürgermeister Rainer Rewitzer informierte außerdem darüber, dass die Katholische Jugend auf den Faschingszug verzichte und alle üblichen Faschingsbälle abgesagt seien.

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Pleystein
Hintergrund:

Geschichte des Kreuzbergfests

  • Das letzte Kreuzbergfest, bei dem rund 70 Fieranten ihre Waren feilboten, fand 2019 statt. Beim Kreuzbergfest gibt es in der Regel einen weltlichen und einen kirchlichen Teil.
  • Die Verehrung des Heiligen Kreuzes von Pleystein begann bereits 1746. Erst von Einzelpersonen besucht, fanden sich schließlich Gruppen von Betenden bei dem Kreuz auf dem Hohenberg bei Pleystein ein.
  • Pater Bartholomäus Lunz gab der Wallfahrt 1954 mit der Schaffung des Freialtars auf dem Klosterplatz, zeitgemäßer Werbung und modernen Übertragungsanlagen sowie der Verpflichtung versierter Prediger neue Impulse.
  • Heute treffen sich viele Wallfahrer im Frühjahr und im Herbst zu den Kreuzbergfesten. Bis aus Etzenricht bei Weiden und aus Thannhausen bei Bärnau ziehen die Pilger zum Kreuzberg.

Quelle: www.pleystein.de

 

 

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