03.08.2021 - 17:28 Uhr
PleysteinOberpfalz

Marktplatzgestaltung: Münchener Entwurf gewinnt Ideenwettbewerb

Knapp 20 Planungs- und Architekturbüros haben ihre Ideen zur Gestaltung des Pleysteiner Marktplatzes eingereicht. Nun stehen die Sieger des Ideenwettbewerbs fest.

Bürgermeister Rainer Rewitzer präsentiert den Besuchern die eingereichten Pläne und Ideen der Landschaftsarchitekten zur Marktplatzgestaltung.
von Walter BeyerleinProfil

Seit Montag bis einschließlich dem heutigen Mittwoch sind in der Turnhalle der Zottbachtalschule die eingereichten und bewerteten Planungen des sogenannten offenen einphasigen Realisierungswettbewerb mit Ideenteil „Aufwertung des Marktbereiches in Pleystein mit Platzkonzeption und -gestaltung“ für die Bürger zur Besichtigung ausgestellt.

Der Ausstellung der Pläne für die Allgemeinheit ging am 23. Juli 2021 eine Preisgerichtssitzung voraus. Dafür wurde aus dem Kreis der Fachpreisrichter Jochen Baur, Architekt und Stadtplaner, München, zum Vorsitzenden des Preisgerichtes gewählt.

Zum Wettbewerb haben 18 Büros ihre Ideen zur Gestaltung des Marktplatzbereiches, der Steingasse, der Unteren Steingasse und des Bereiches Parkplatz am Zimmerplatz, abgegeben. Einzureichen waren ein Freiraumplanerisches und Verkehrsplanerisches Gesamtkonzept, ein Nachtbeleuchtungsplan, eine Planung für Verkehr und Freianlagen mit vier charakteristischen Ausschnitten, die die Entwurfsidee am Marktplatz im Bereich Kirche, mittlerer Bereich, Rathausgasse und Steingasse mit Bach verdeutlichen sollte.

Die Bewertung durch das Preisgericht erfolgte nach einem Informationsrundgang in zwei Wertungsrundgängen. Über die Einschätzungen jeder Planung stimmte das Preisgericht ab, so dass dann nach dem zweiten Wertungsrundgang der Sieger feststand. Um 21.45 Uhr hob der Vorsitzende des Preisgerichtes, Jochen Baur, die Anonymität auf, so dass die Planungs- und Architekturbüros auch namentlich bekannt wurden.

Weidener Architekten auf Platz 3

Den ersten Preis gewannen Lohrer Hochrein Landschaftsarchitekten und Stadtplaner GmbH, München, Ursula Hochrein – Axel Lohrer. Der zweite Platz ging an Capattistaubach Urbane Landschaften, Matthias Staubach, Landschaftsarchitekt, Tancredi Capatti, Architekt, Berlin, den dritten Platz belegte SHL Architekten und Stadtplaner, Christina Lehner, Stadtplanerin und Landschaftsarchitektin, Uwe Reil, Dipl.-Ing. (FH), Architekt und Stadtplaner, Dr. Emil Lehner, Architekt und Stadtplaner, Weiden/Opf.

Bürgermeister Rainer Rewitzer schilderte den ersten Besuchern der Ausstellung die Vorgänge zur Bewertung der eingereichten Planungen. Nach zwei Durchgängen seien die Landschaftsarchitekten übrig geblieben, die als Preis eine sogenannte Anerkennung erhielten oder die ersten drei Plätze belegten. Wichtig bei der Bewertung seien die Aspekte Wirtschaftlichkeit, Funktionalität, aber auch die Frage, wie sich die Stadt Pleystein mit der jeweiligen Planung selbst identifizieren kann, gewesen.

Ein zentraler Punkt sei aber, vor allem auch für den Stadtrat, die Gewähr einer beidseitigen Befahrung des Marktbereiches gewesen, erklärte das Stadtoberhaupt. „Der Bürger am Marktplatz muss die Möglichkeit haben, an sein Haus fahren zu können und dort keine vor gelagerte Fußgängerzone vorzufinden“, machte der Bürgermeister unmissverständlich deutlich. Wichtig sei auch gewesen, den alten Baumbestand zu erhalten und frisches Grün in den Marktbereich zu bringen, sagte Rainer Rewitzer. Auch wenn die Landschaftsplaner den Stadtbach in der Steingasse in ihre Planungsideen mit einbezogen haben, müsse hier erst noch geklärt werden, ob die zulaufende Wassermenge für den momentan nicht sichtbaren Stadtgraben auf Dauer ausreiche, erklärte der Stadtoberhaupt. Ebenso müsse auf die Interessen der Hinterlieger eingegangen werden, die in der Steingasse ihre Grundstückszufahrten haben.

Nichts entschieden und Details offen

Nächster Schritt sei jetzt mit dem Büro Lohrer und Hochrein einen Termin zu vereinbaren, um zu klären, ob weitere Ausschreibungen notwendig werden, weil eine gewisse Auftragssumme erreicht werde. Details, wie Straßenbelag seien mit der Planung nicht geklärt, hier werden nach den Worten Rewitzers die Anlieger mit einbezogen. „Es ist noch nichts in Stein gemeißelt“, beruhigte das Stadtoberhaupt die besorgten Bürger.

Unabhängig davon wurden von den ersten Besuchern Sorgen um die Entfernung von Unkraut in den Zwischenräumen bei einer Pflasterung, auch um mögliche Lärmbelästigungen als Folge des Straßenbelages bei der Durchfahrt von Fahrzeugen geäußert.

Wie soll der Marktplatz in Pleystein künftig aussehen?

Pleystein

 

 

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