27.05.2020 - 10:23 Uhr
PleysteinOberpfalz

Nur noch ein Pleysteiner Jungstorch im Horst

Der Storch mit dem Jungen, die Störchin verlässt gerade den Horst.
von Autor TUProfil

Inzwischen lebt nur noch ein Jungstorch von den ursprünglichen drei. Der Grund könnte sein, dass es in letzter Zeit mehrere Störungen durch fremde Störche gab, so Storchenbetreuer Hubert G. Schmid, der von diesem Vorfall erst vor kurzem auf seiner Website berichtet hatte. "Futter müsste es eigentlich genug gegeben haben. Durch die Störungen werden jedoch die Altstörche daran gehindert, regelmäßig Futter zu bringen. Wir hatten schon im Jahr 2015 das Problem, dass immer wieder mehrere freunde Störche auf dem Horst im Stadtgraben Nord landen wollten. Schließlich mussten damals die vier Jungen verhungern, weil die Altstörche mit der Verteidigung des Horsts beschäftigt waren. Der damalige männliche Storch verschwand dann schließlich", informiert Schmid weiter. Er vermutete damals, das dieser Altvogel nicht überlebt habe, da in der Nähe von Waidhaus ein toter Storch gefunden wurde. Ohne Ring sei aber eine Identifikation nicht möglich.

2016 war die Störchin dann zunächst allein; sie bekam aber spät noch einen Partner. Für eine Brut war es aber zu spät. "Erst 2017 hatten wir dann drei Jungstörche, 2018 ebenfalls. Das war in beiden Jahren mit ziemlicher Sicherheit das gleiche Brutpaar. Heuer gab es dann eine neue junge Störchin. Über die Identität von Störchen kann man meist nur Vermutungen anstellen, wenn es keine Beringung gibt. Aus dem Verhalten kann man jedoch einige Schlüsse ziehen. Die gute Nachricht ist, dass der verbliebene Jungstorch schon recht groß ist und dass die Altvögel mit dem Herbeischaffen von Futter keinen Stress haben", lautet das Fazit von Schmid.

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