11.06.2020 - 11:54 Uhr
PleysteinOberpfalz

Pleystein: Rauchschwaden in Industriehalle

Obwohl am Feiertag nicht gearbeitet wird, gibt es einen Zwischenfall mit einer technischen Anlage. Der Schaden durch Rauchentwicklung in einer Industriehalle in Pleystein reicht womöglich in den sechsstelligen Bereich.

Eine Industriehalle im Pleysteiner Ortsteil Berglerschleife ist am Donnerstag Einsatzort für Feuerwehr und Rettungsdienst.
von Elisabeth DobmayerProfil

Rauchentwickung in einem Pleysteiner Gewerbekomplex führte am Fronleichnamstag gegen 10 Uhr zu einem größeren Einsatz der Feuerwehren aus Pleystein, Lohma, Vohenstrauß und Vöslesrieth. Im Ortsteil Berglerschleife stieg aus einer Industriehalle auf dem ehemaligen Drabsch-Gelände schwarzer Rauch auf. Der Geschäftsführer hatte laut Polizeibericht den Rauch bemerkt und den Notruf abgesetzt. In ersten Meldungen hieß es, ein Anwohner hätte Alarm geschlagen. Bereits am frühen Morgen nahmen allerdings Nachbarn dem Vernehmen nach einen ungewöhnlichen Geruch wahr, konnten aber dessen Herkunft nicht zuordnen.

Als die Einsatzkräfte eintrafen, schlug ihnen aus einer großen Montagehalle beißender Qualm entgegen. Die Floriansjünger der Pleysteiner Wehr rückten mit Atemschutz in die Halle vor, um den Brandherd zu lokalisieren. Dabei stellten sie fest, dass die Ursache eine Lackiertrocknungsanlage war. Am Feiertag war kein Betrieb in der Firma und die Trockungsanlage sei deswegen laut Auskunft der Polizei tags zuvor abgestellt worden.

"Aufgrund der enormen Rauchentwicklung war erst nach den erfolgten Löscharbeiten erkennbar, dass der zugehörige Elektro-Schaltschrank ausgebrannt war", heißt es im Polizeibericht. "Da der Trocknungsofen über das verlängerte Wochenende außer Betrieb war, dürfte ein Kurzschluss in dem Schaltschrank brandursächlich gewesen sein." Die Schadenshöhe dürfte sich demnach im unteren sechsstelligen Bereich bewegen, heißt es weiter.

Kreisbrandrat Marco Saller und die Kreisbrandmeister Thomas Kleber und Matthias Schmidt standen den FFW-Einsatzkräften bei. Mit einem Drucklüfter versuchten die Wehrleute den Rauch aus dem Gebäude zu transportieren. Mit BRK-Einsatzleiter Marco Rappl wurde vorsorglich auch ein BRK-Team zum Brand beordert, da die Feuerwehrleute mit schwerem Atemschutz im Einsatz waren. Vor Ort überzeugte sich auch die amtierende Bürgermeisterin Andrea Lang vom Schadensausmaß, Bürgermeister Rainer Rewitzer weilt in Urlaub.

Die Rauchentwicklung geschieht in einem größeren Gebäudekomplex.

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