Das Pleysteiner Storchenpaar hat in diesem Jahr drei Jungstörche aufgezogen, die jetzt tagsüber zur Futtersuche fliegen und manchmal auch die Altstörche begleiten. Storchenexperte Hubert G. Schmid vermutet, dass es nicht mehr allzu lange dauern wird, bis die Jungstörche in Richtung Winterquartier fliegen. Dabei trennen sie sich von ihren Eltern.
Dieses Jahr war laut Schmid für die Störche nicht unproblematisch. Die Altstörche seien in Pleystein sehr spät angekommen. Ob es tatsächlich die Störche aus dem vergangenen Jahr sind, lässt sich nur schwer ermitteln, weil die Tiere nicht beringt sind. Die Fütterung der Jungstörche war anfangs gesichert, dann machte sich die Trockenheit bemerkbar. Lange Zeit standen Mäuse auf der Speisekarte, später gab es Heuschrecken in ausreichender Zahl. Diese eiweiß- und energiereiche Nahrung muss von den Störchen allerdings in großen Mengen aufgenommen werden. Dazu waren weite Flüge in nördlichere Gefilde notwendig, die von der Trockenheit nicht in vollem Umfang betroffen waren. Wenn die Altvögel den Jungvögeln keine Nahrung mehr bringen, ist das für diese ein Zeichen, den Horst zu verlassen, um sich selbständig zu machen.













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