16.04.2019 - 10:36 Uhr
PleysteinOberpfalz

Professor Ulrich Schubert Hochschullehrer des Jahres

Professor Ulrich Schubert ist der "Hochschullehrer des Jahres". Die ehrenvolle Auszeichnung wurde dem Gründer der Internationalen Jungen Orchesterakademie auf der Gala der Wissenschaft in Berlin zuteil.

Laudator Gerhard Casper und Professor Ulrich Schubert (von rechts) bei der Preisverleihung in Berlin.
von Martin Staffe Kontakt Profil

Professor Ulrich Schubert ist der Mann der Stunde. Nach der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Oktober wurde dem Chemiker aus Jena jetzt erneut große Ehre zuteil: Auf der Gala der Wissenschaft in Berlin hat ihn der Deutsche Hochschulverband (DHV) zum "Hochschullehrer des Jahres" gekürt. Das Preisgeld in Höhe von 10 000 Euro fließt in die nördliche Oberpfalz.

Fast 400 Gäste, darunter hochrangige Wissenschaftler, mehrere Minister und Startenor José Carreras, nahmen in der vergangenen Woche an dem Festakt im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt teil. Unter den Jubilaren befand sich auch Professor Schubert. Ihn zeichnete der langjährige Präsident der Uni Stanford, Professor Gerhard Casper, als "Hochschullehrer des Jahres" aus.

Schubert, der an der Friedrich-Schiller-Universität Jena Organische und Makromolekulare Chemie lehrt, ist laut DHV ein international führender Chemiker. Entscheidend für die Auszeichnung war, dass er sich als fünffacher Vater auch außerhalb seines Fachbereichs in besonderem Maße für die Förderung junger Menschen engagiere. Als leidenschaftlicher Klarinettist habe der 49-Jährige bereits 1994 die Internationale Junge Orchesterakademie (IJOA) ins Leben gerufen, die er seitdem auf vielfältige Weise mit viel Herzblut und voller Tatendrang unterstützt. Die Akademie fördere nicht nur junge musikalische Talente, sondern steht mit bislang mehr als 3000 jungen Künstlern aus 90 Nationen für gelebte Völkerverständigung. Zurzeit studieren 107 Musiker aus 42 Nationen in Pleystein für das 25. Osterfestival große symphonische Orchesterwerke ein. Diese werden zusammen mit dem Bayerischen Rundfunk auf CD aufgenommen und anschließend auf einer Konzertreise aufgeführt.

Finanziert wird das Projekt durch Sponsoren, Mäzene und Förderer, die vom Jenaer Wissenschaftler jedes Jahr wieder aufs neue akquiriert würden. Die dadurch erzielten Reinerlöse und zweckgerichteten Spenden, die bislang mehr als eine Million Euro betragen, kommen regionalen Projekten zur Hilfe von krebskranken und schwerstkranken Kinder zugute.

Schubert verbinde Nachwuchsförderung, Kulturgenuss und Völkerverständigung in vorbildlicher Weise mit dem Benefizgedanken, würdigt der DHV weiter. Damit habe Schubert das Ansehen der Wissenschaft in Deutschland gesteigert und sich um den Berufsstand der Hochschullehrer verdient gemacht.

Schubert versicherte am Montag, dass er das gesamte Preisgeld für das Osterfestival 2019 zur Verfügung stellt. Damit würden die insgesamt 50 vergebenen Stipendien finanziert. Vor allem die teuren Flüge für die jungen Musiker aus Südamerika schlügen zu Buche. Für einige der 15 Konzerte in Pleystein, Weiden, Bayreuth, Selb, Leipzig und Jena gibt es noch Karten, unter anderem unter www.nt-ticket.de.

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