23.07.2021 - 09:29 Uhr
PleysteinOberpfalz

Stadtrat Pleystein: Wohin mit dem Dirtpark?

Kann auf dem Grundstück mit leichter Hangneigung im Anschluss an die Grundschule der Zottbachtalschule in Pleystein ein Dirtpark errichtet werden? Der Stadtrat gab dafür noch nicht endgültig grünes Licht.

Die rotweißen Trassierbänder zeigen in etwa den Verlauf des Dirtyparks an. Im unteren Teil grenzt die Bahn an den Schulsportplatz an.
von Walter BeyerleinProfil

Ein möglicher Dirtpark in der Nähe der Zottbachtalschule in Pleystein stand auf der Tagesordnung des Stadtrats. Die Entscheidung ist noch nicht endgültig gefallen. Noch müssen die Einwendungen der Schulleitung abgewogen werden. Bürgermeister Rainer Rewitzer berichtete, dass für dieses Vorhaben mehrere Örtlichkeiten unter die Lupe genommen worden waren. Das jetzt in Betracht gezogene Areal liege zentral, nahe des Spielplatzes und weise eine leichte Hangneigung auf.

"Grundstückseigentümer ist der Schulverband Pleystein", erklärte das Stadtoberhaupt. „Die Errichtung kostet natürlich Geld, der Betrieb würde sich kostengünstig verwirklichen lassen“, erklärte Rewitzer. Die geplante Bahn könnte hangabwärts verlaufen mit mehreren, auch überhöhte Kurven. Sprungschanzen solle es nicht geben. Damit sei die Bahn für Kinder und andere Moutainbikefahrer, nicht aber für Profis.

Die Strecke hat eine Länge von rund 150 Meter. Im unteren Bereich soll ein Rundkurs für kleinere Kinder angelegt werden, wo diese das Mountainbikefahren lernen können. Für jeden einsehbar ist momentan der geplante Streckenverlauf mit einem rotweißen Trassierband ausgelegt.

Die Schulleitung der Zottbachtalschule sieht nach Errichtung der Anlage Probleme im Bereich des Schulgartens. Rasen mähen und Grüngut könne sich schwierig gestalten. In einer Stellungnahme wird wohl unbeabsichtigt von einem falschen Startpunkt der Strecke ausgegangen.

Wie in der Sitzung deutlich wurde, befindet sich dieser nicht am Kinderspielplatz, sondern unterhalb der Allee, damit auch unterhalb des Hanges, direkt an der Strecke. Eine Belastung sieht die Schule, wenn die Bahn genutzt wird, der Unterricht aber noch nicht beendet ist. Außerdem werden Einschränkungen beim Training „Lauf dich fit“ und bei der Nutzung als Weitwurfstrecke befürchtet.

Andrea Lang (CSU) fand es positiv, wenn sich Bürger mit Ideen ins Leben in der Stadt einbringen. Sie räumt ein, dass die Einwendungen nicht von der Hand zu weisen sind. Auf die Fragen müsse jetzt eine Antwort gefunden werden, meinte Lang. Stefan Voit (CSU) fasste sich kurz und erklärte sich bereit, die Erdarbeiten auf eigene Kosten durchführen zu lassen. „Und wenn's nicht funktioniert, mache ich wieder den Rückbau und es wächst wieder Gras drauf.“

Stefan Voit spricht auch einen anderen Standort an, den er am „Gillitzer"-Weiher sieht. Er schränkt zugleich ein, dass sich dort vielleicht Anwohner wegen möglichen Lärms beeinträchtigt sehen. Thomas Parton (FWG/SPD) stimmt den Vorrednern zu, bittet aber auch, die Bau- und Folgekosten zu überlegen. Als Vergleich zieht Parton die Strecke in Vohenstrauß heran, die flach ausgelegt ist. Insgesamt müsse das Vorhaben kritisch beäugt werden, sagt Parton.

Hinsichtlich möglicher Kosten spricht Bürgermeister Rainer Rewitzer bei einer Länge von 150 Meter von rund 5000 Euro. Bernd Piehler (CSU) sieht die Notwendigkeit, sich mit den Einwendungen der Schule auseinander zu setzen, um nicht den Eindruck zu erwecken, diese Meinungen würden ignoriert. Zeitnah werden sich Vertreter des Stadtrates, der Schule und der Antragsteller zusammensetzen, um einen passablen Konsens zu finden.

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