24.04.2020 - 08:50 Uhr
PleysteinOberpfalz

Stadtrat Pleystein geht auf Abstand

Mit Schutzmaßnahmen geht am Dienstag in Pleystein die Stadtratssitzung über die Bühne. Auf der Tagesordnung steht unter anderem der Bebauungsplan "Herrnpoint".

Mit Masken und in ausreichender Entfernung traf sich der Pleysteiner Stadtrat zu seiner Sitzung am Dienstagabend in der Turnhalle der Zottbachtalschule. Auf dem Platz des verstorbenen Stadtrats Helmut Rewitzer stand ein Portrait und ein Blumenstrauß.
von Walter BeyerleinProfil

Der rund 40 Meter hohe Schleuderbetonmast mit entsprechender Technik an der Spitze zur Verbesserung des Funknetzes und des Internets und der notwendigen Bodenplatte wird auf einem Grundstück in Miesbrunn nahe des Ortsteiles Zengerhof aufgestellt. Die Deutsche Funkturm GmbH Produktion Süd konnte aus technischen Gründen dem bereits bei der ersten Planvorlage geäußerten Wunsch des Stadtrates auf Verlegung des Mastes auf ein gegenüberliegendes Grundstück an der Autobahn A 6 nicht nachkommen.

Unter dieser Prämisse erteilte der Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstagabend in der Turnhalle der Zottbachtalschule einstimmig das baurechtliche Einvernehmen. Der jetzige Standort gewährleistet auch einen ausreichenden Abstand zum Buswartehäuschen an der alten B 14 und zur nächstliegenden Bebauung zum Schutz vor Eiswurf.

Einstimmig erteilte der Stadtrat auch das baurechtliche Einvernehmen zum Antrag zur Errichtung eines Wohnhauses mit vier Wohnungen und Garagenanbau in der Unteren Stieglwiesen. Das besondere an dem Bauvorhaben ist die Abweichung der Firstrichtung gegenüber der bestehenden Bebauung. Der First des Neubaues wird um 90 Grad gedreht, was eine bessere Nutzung des Hanggrundstückes ermöglicht. Das Landratsamt Neustadt/WN hatte bereits die Zustimmung zur entsprechenden Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes signalisiert.

Wer in Pleystein vom Bebauungsplan „Herrnpoint“ spricht, meint damit das Gebiet südlich und noch etwas südöstlich des dortigen Weihers. Unbekannt, auch den meisten Stadträten war, dass der Geltungsbereich dieses Bebauungsplanes von der Straße Ziegeltrath, dem Stadtgraben und in der weiteren Örtlichkeit von der Tankstelle an der Vohenstraußer Straße abgegrenzt wird. Nach Einreichung eines Bauplanes stellte das Landratsamt Neustadt/WN fest, dass sich das entsprechende Baugrundstück in dem Bereich dieses Bebauungsplanes befindet.

Es zeigte sich aber auch, dass das Landratsamt Neustadt/WN bei früheren Bauanträgen diesen Bebauungsplan „nicht entdeckt“ hatte. Bürgermeister Rainer Rewitzer regte an, den Geltungsbereich des Bebauungsplanes „Herrnpoint“ auf das Gebiet um den Weiher zu beschränken und den bislang „fast unbekannten Bereich“ aus dem Bebauungsplan herauszunehmen. Das Verfahren dazu könne in vereinfachter Form durchgeführt werden, erklärte Geschäftsleiter Günter Gschwindler, die dafür notwendigen Planunterlagen könnten ohne externen Aufwand vom städtischen Bauamt erstellt werden. Der Stadtrat stimmte der Vorgehensweise einstimmig zu.

Der Bürgermeister informierte das Gremium, dass Josef Ulrich senior für 25-jährige Tätigkeit als Feldgeschworener vom Landratsamt Neustadt/WN aufgrund der derzeitigen Problematik nur mit einer Urkunde per Postzustellung geehrt wurde. Das Stadtoberhaupt kündigte an, die Ehrung seitens der Stadt zum nächstmöglichen Zeitpunkt nachzuholen.

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