18.09.2020 - 12:07 Uhr
PleysteinOberpfalz

Stadtrat Pleystein schiebt Straßenverlegung noch auf

Die Firma Voit Stefan GmbH, Am Spatwerk, hat Antrag auf Verlegung der Straße von Ödhäuser nach Spielhof gestellt. Bekanntlich teilt diese Gemeindeverbindungsstraße das Unternehmen.

Die Gemeindeverbindungsstraße Ödhäuser-Spielhof verläuft gegenwärtig mitten durch das Firmengelände Voit Stefan GmbH. Die Überlegungen Stefan Voits gehen dahin, die neue Straße von der Kreisstraße aus neben dem Firmengelände (unterer Bildrand) vorbei Richtung Spielhof zu führen.
von Walter BeyerleinProfil

Die neu zu errichtende Trasse hätte eine Länge von rund 600 Meter. Dieser neue Streckenverlauf würde sich nur auf Pleysteiner Gebiet befinden. Stefan Voit sicherte in der Stadtratssitzung einen finanziellen Beitrag seines Unternehmens zu, auch wenn alleiniger Nutznießer der Straßenverlegung der Markt Waidhaus ist. Momentan sei für ihn wichtig, dass seitens der Stadt das Verfahren für die Maßnahme eingeleitet werde.

"Braucht's das?"

Geplant ist, die neue Trasse im Westen des Betriebsgeländes an der Abzweigung von der Kreisstraße in Richtung Spielhof vorbeizuführen. „Braucht's das, braucht's eine neue Straße?“, fragte Thomas Parton (FWG/SPD). Parton verband seinen Einwand mit den bekannten Hinweisen auf den Flächenverbrauch in Deutschland für den Straßenbau. Uli Weig (FWG/SPD) forderte ein „Weiterdenken“ beim Bau der Umgehung, um eine optimale Lösung zu finden. Einstimmig beauftragte der Stadtrat Bürgermeister Rainer Rewitzer und die Verwaltung, zu prüfen, ob und wieweit eine Verlegung der Straße verwirklicht werden kann.

Entsetzte Blicke

Wie soll sich die Stadt Pleystein am Baukostenzuschuss zum Neubau eines gemeinsamen Tierheims in Weiden für die Stadt Weiden und für die Kommunen des Landkreises beteiligen? Diese Frage stellte sich in der Stadtratssitzung für den Sprecher der FWG/SPD-Fraktion, Werner Rieß, nicht. Er lehnte einen Aufwand für Fundtiere ab, sprach sich für Euthanasie aus und vergaß wohl dabei, dass dieser Begriff schreckliche Erinnerungen an die deutsche Geschichte weckt. Dabei stieß er in seiner Fraktion auf keinerlei Kritik, entsetzte Blicke machten sich bei der CSU-Fraktion breit. Bürgermeister Rewitzer berichtete, dass die Stadt zurzeit pro Einwohner einen Euro an den Tierschutzverein Weiden und Umgebung entrichte. Für die notwendigen Investitionen für den Neubau des Tierheimes gebe es die Möglichkeit 25 Jahre lang pro Einwohner zusätzlich 48 Cent oder 20 Jahre lang pro Einwohner 70 Cent zu entrichten. Bei einer Laufzeit dieser Unterstützung auf 25 Jahre gerechnet, müsse die Stadt künftig einschließlich für die Pflege der Fundtiere jährlich 3.478 Euro bezahlen.

Weiterer Bericht aus der Stadtratssitzung

Pleystein

Bernd Piehler (CSU) dachte bei diesen notwendigen Ausgaben nicht nur an die Fundtiere, sondern an widerrechtlich eingeführte Tiere. Bürgermeister Rewitzer erinnerte, dass der Parkplatz „Ulrichsberg“ an der A 6 im Bereich der Stadt Pleystein liegt und somit bei Auffinden von Tieren durch illegale Einfuhr hohe Kosten auf die Stadt als zuständige Ordnungsbehörde zukommen könnten. „Allein beim Auffinden eines Kampfhundes könnte ein Betrag fällig werden, der so hoch ist wie ein Erwachsener pro Tag im Wellnessurlaub zu bezahlen hat“, meinte das Stadtoberhaupt. Thomas Weig (FWG/SPD) fragte nach der Sicherheit der Finanzierung. Bürgermeister Rainer Rewitzer gab die klare Antwort, dass das neue Tierheim seit Jahren geplant und alle Voraussetzungen dafür mehrfach von Stadt und Landkreis geprüft worden waren. Mit einer Gegenstimme sprach sich der Stadtrat für die Gewährung des Baukostenzuschusses mit 25jähriger Laufzeit aus.

Rewitzer informierte weiter über die Möglichkeit, Maßnahmen für die Naturparkförderung 2021 anzumelden. Anregungen sollten baldmöglichst bei der Verwaltung abgegeben werden. Analog dazu bat der Rathauschef auch um die Benennung von Bürgern, die sich um die kommunale Selbstverwaltung oder auch in anderen Bereichen verdient gemacht haben.

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