10.08.2020 - 13:05 Uhr
PleysteinOberpfalz

Stuntbesprechung auf dem Fünf-Meter-Turm

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Der Fünf-Meter-Turm des Pleysteiner Freibads spielt eine Rolle in dem Film mit Regisseur Marcus H. Rosenmüller. Das Team um Produktionsleiter Thomas Blieninger trifft sich zur Stuntbesprechung im Bad.

Regisseur Marcus H. Rosenmüller und Produktionsleiter Thomas Blieninger (von links) sind Bürgermeister Rainer Rewitzer (rechts) über die vorgezogene Schließung des Freibades für die Öffentlichkeit dankbar, weil die Lieblingsfilmproduktion damit die Möglichkeit hat, sich besser auf die Dreharbeiten für den "Beckenrand Sherrif" vorzubereiten.
von Walter BeyerleinProfil

In wenigen Wochen hat der „Beckenrand Sheriff“ im Pleysteiner Freibad das Sagen. Regisseur Marcus H. Rosenmüller wird hier seinen Film unter diesem Titel mit vielen bekannten Schauspielern drehen. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren. Laut Produktionsleiter Thomas Blieninger werden bis zum Drehbeginn noch viele Termine im Pleysteiner Freibad, meist unbemerkt von den Badegästen, stattfinden, um notwendige Detailfragen zu klären.

Am vergangenen Mittwoch fand hoch oben auf dem Fünf-Meter-Brett die erste sogenannte Stuntbesprechung statt. Das war laut Produktionsleiter Thomas Blieninger notwendig, weil im Film auch ein Sprung aus dieser Höhe gezeigt wird. Mit dabei auf dem Turm neben Regisseur Marcus H. Rosenmüller auch der Stuntkoordinator Mac Steinmeier, der Parcourläufer Raffael Armbruster, Kameramann Thorsten Breuer und Szenenbildnerin Doerthe Komnick.

Die Filmproduktion nutzt den Besuch Pleysteins aber auch, um die für die Dreharbeiten erforderliche Infrastruktur ausfindig zu machen. Das beginnt mit der Festlegung des Standortes der Zelte für das Catering, der Örtlichkeit für die Maske, wo die Schauspieler geschminkt werden und vielem Mehr. Deshalb wird das Hauptteam weiterhin einmal wöchentlich in Pleystein seine vorbereitenden Arbeiten fortsetzen.

Freibad wird zum Filmset

Pleystein

Beim Besuch am Mittwoch sprang auch Regisseur Marcus H. Rosenmüller ins Schwimmerbecken, um die Wassertiefe zu testen und herauszufinden, ob es Schauspieler und Wasserballspieler stundenlang im Wasser aushalten und sich vor allem über Wasser halten können. „Das sind lauter Kleinigkeiten an vielen Ecken“, betont Thomas Blieninger. Und weil die Septembernächte schon recht kühl sein können, muss das Organisationsteam auch Räumlichkeiten finden, in denen sich die Schauspieler bei den mehreren nächtlichen Drehzeiten aufwärmen können.

Ausdrücklich lobt Thomas Blieninger das Entgegenkommen von Bürgermeister Rainer Rewitzer, das Bad Ende August, also eine Woche früher als geplant, zu schließen. „Das ist schade für die Bevölkerung, aber wir können ab 31. August exklusiv ins Bad“. Damit könnten die „inhaltlichen Vorbereitungen“ für den Film selbst und die Wege sowie Abläufe im Rahmen der Einhaltung der Hygienevorschriften festgelegt werden. Am 8. September soll Drehbeginn sein, weitere Aufnahmen werden in Südbayern gedreht. Thomas Blieninger erinnert sich dann auch ganz schnell, dass das Pleysteiner Freibad das letzte in der zeitlichen Abfolge der Besichtigungen war. „Das ist es ist“ – sei dann die Entscheidung gewesen. Als besonders positiv für die Dreharbeiten erweisen sich das Fünf-Meter-Brett und die Länge des Schwimmerbeckens mit 25 Metern, betont Thomas Blieninger.

Bürgermeister Rainer Rewitzer erinnert sich am Beckenrand an die Anfrage der Lieblingsfilmproduktion noch während der Coronazeit, ob seitens der Stadt Dreharbeiten im Freibad vorstellbar seien. Diese Frage wurde laut Rainer Rewitzer im Team der Stadt geklärt, auch die vorsichtige Frage, ob das Bad einige Tage früher geschlossen werden könne. Im Hinterkopf hatte Bürgermeister Rewitzer auch die Zukunft des Bades, weil zum einen die Einrichtung bekannt wird und zum anderen hoffentlich von staatlicher Seite anerkannt wird, dass das Erlernen von Schwimmen in einem Freibad notwendig ist, was tragischerweise die tödlichen Badeunfälle an Weihern und Flüssen zeigen.

Parcourläufer Raffael Armbruster, Regisseur Marcus H. Rosenmüller und Stuntkoordinator Mac Steinmeier (von rechts) nehmen die Brüstung auf dem 5-Meter-Turm unter die Lupe.
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