Pleystein
27.01.2020 - 10:53 Uhr

Sympathischer Heiliger

Gemeinsam feiern Stadtpfarrer Pater Hans Ring und Pater Reinhold Schmitt (im Hintergrund) den Gedenktag zu Ehren des heiligen Franz von Sales. Bild: bey
Gemeinsam feiern Stadtpfarrer Pater Hans Ring und Pater Reinhold Schmitt (im Hintergrund) den Gedenktag zu Ehren des heiligen Franz von Sales.

Sind Heilige nur verstaubte Zeitgenossen aus vergangenen Epochen, die ihre Zeit mit Beten oder dem ständigen Denken an Gott verbracht haben? Die Antwort auf diese Frage gab Stadtpfarrer Pater Hans Ring beim Franz-von-Sales-Gedenktag mit der Schilderung des Wirkens des Heiligen. Der Geistliche stellte von Sales' differenzierte Betrachtungsweisen des Menschen vor.

Die pessimistische Ansicht betraf sogar in extremer Form den unendlichen Abstand zwischen dem allerheiligsten Gott und der von ihm abhängigen Kreatur. Die optimistische Haltung war durch liebendes Vertrauen und der Freude an Gott charakterisiert, sagte der Stadtpfarrer.

„Für ihn war Gott die Liebe pur.“ Mit dieser Einstellung begegnete von Sales auch allen Menschen, in denen er ein Ebenbild Gottes sah. Deshalb sei es für den Heiligen auch wichtig gewesen, dass „gewöhnliche Dinge außergewöhnlich gut gemacht werden“. Ring, seit 1976 Mitglied der Ordensgemeinschaft der Oblaten des heiligen Franz von Sales, sieht in dem Ordensgründer die „personifizierte Menschenfreundlichkeit eines guten und liebenden Gottes. Deshalb treffe für von Sales auch nicht die Beschreibung eines „verstaubten Zeitgenossen“ zu, vielmehr sei er ein beachtenswerter und sympathischer Heiliger.

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