Pleystein
11.12.2025 - 10:10 Uhr
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"Weihnachtsfenster" in Pleystein: Traditionelle Aktion taucht Stadt in Lichtermeer

Die "Weihnachtsfenster" in Pleystein erstrahlen dieses Jahr wieder im festlichen Licht. Die Bewohner schmücken ihre Fenster mit Krippen, handwerklichen Kunstgegenständen und vielem mehr - eine leuchtende Tradition seit 2004.

Die „Weihnachtsfenster“ in Pleystein sind eine festliche Aktion, bei der Anwohner und Geschäfte ihre Fenster kreativ schmücken und so die Innenstadt in ein winterliches Lichtermeer tauchen. Diese Tradition hat eine lange Geschichte, die bis ins Jahr 2004 zurückreicht, als der Museumsarbeitskreis gegründet wurde, wie Grete Reger im Gespräch mit Oberpfalz-Medien erzählt. Ursprünglich gingen der Aktion jedoch bereits frühe Initiativen voraus, die 1970 nach einem Holzschnitzerkurs, der vom damaligen Bürgermeister und Rektor Paul Brucksch mit initiiert wurde, von der Holzschnitzer-Gemeinschaft ins Leben gerufen wurden. Seit 2005 ist diese Gemeinschaft unter dem Namen „Interessengemeinschaft der Pleysteiner Holzschnitzer e.V.“ bekannt.

Der 2002 gewählte Bürgermeister Johann Walbrunn war beim Aufruf des Museumsarbeitskreises, das Motto der „Weihnachtsfenster“ weiterzuführen, sofort Feuer und Flamme. „Also haben wir uns 2004 für das Comeback entschlossen“, erzählt der Altbürgermeister und Ehrenbürger. „Und alle waren hellauf begeistert und haben mitgemacht.“

Spezielle Schwerpunkte gewählt

Viele haben in ihren Häusern, vor allem auf den Dachböden, gestöbert und nach ausstellungswürdigen Sachen gesucht. „Da waren richtige Schätze dabei“, erinnert sich Walbrunn. So entstanden die „Weihnachtsfenster in der Stadt“. Auf dem Marktplatz, in der Altstadt und in der Steingasse konnten Krippen, Spielsachen und viele handwerkliche Kunstgegenstände aus Privateigentum bewundert werden.

Nach über 20 Jahren kann Grete Reger auf Aktionen mit unterschiedlichen Themen zurückblicken. „Wir haben uns immer etwas Neues einfallen lassen“, betont sie den Ideenreichtum aller Beteiligten. „Und wir haben immer wieder spezielle Schwerpunkte gesetzt.“ Als einen der Höhepunkte nennt sie die Feierlichkeiten „675 Jahre Pleystein“ im Jahr 2006.

In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf dem Thema „Bleikristall“ mit Glas- und Hohlglasveredelung. Der Rundgang beginnt an der Friedhofskapelle und führt über die Stadtpfarrkirche St.-Sigismund, die Ferdinand-Lehner-Straße, das Burggut, die Altstadt, Am Stadtweiher, die Untere Steingasse und die Steingasse zum Marktplatz.

Neuerungen für Klein und Groß

Neu in diesem Jahr ist ein weiterer Rundgang durch das Wohngebiet „Zillertal“ mit dem Eingang am „Bocklweg“. Der Weg führt weiter zum Anwesen Maier und zu „Pschirrers Pleysteiner Schatzkastl“ sowie „Kreativfloristik Nina Held“. Zu sehen sind unter anderem Pleysteiner Schnitzkunstwerke, Dekoartikel und weihnachtliche Motive. Außerdem lädt das „Weihnachtshaus Moritz“ in der Leuchtenbergerstraße 6 täglich von 16 bis 21.30 Uhr zur Besichtigung des Außenbereichs ein.

Maria Herrmann-Preßl vom Tourismusbüro der Stadt weist auf eine Aktion im Rahmen der „Weihnachtsfenster“ hin: „Kinder konnten ein Bild malen und bei uns abgeben. Diese Bilder werden dann im Rahmen eines Adventskalenders ausgestellt.“ Zudem gibt es eine Box an der Ölberggrotte in der Kreuzberganlage, in die Mädchen und Jungen ihren Wunschzettel ans Christkind einwerfen können.

Auch Bürgermeister Rainer Rewitzer freut sich über die „Weihnachtsfenster“. „Sie kommen wieder sehr gut an“, stellt er zufrieden fest und hebt die Initiative und das ehrenamtliche Engagement aller Beteiligten hervor. Ein besonderes Lob hat der Rathauschef für die Kindertagesstätte sowie die Zottbachtalschulen. „Die von den Kindern gestalteten Aktionsfenster sind eine wahre Augenweide“, sagt er.

Die Fenster und Sterne erstrahlen bis zum 6. Januar von 6 bis 8.30 Uhr (am Marktplatz) und von 16.30 bis 20.30 Uhr. Die Krippen in der Friedhofskapelle, Stadtpfarrkirche und in der Kirche am Kreuzberg können ab 20. Dezember besichtigt werden.

Am Sonntag, 14. Dezember, heißt es von 13 bis 16 Uhr im Stadtmuseum „Kunst und Brauchtum im Advent“. Einheimische Künstler präsentieren Schnitzen, Sticken, Stricken, Klöppeln oder Klosterarbeiten – typische Sitzweil-Aktivitäten von einst und jetzt. Bei dem kurzweiligen Nachmittag gibt es Kaffee, Tee und Plätzchen. Um 16 Uhr beginnt in der Pfarrkirche St.-Sigismund das Adventskonzert.

Pleystein13.11.2025
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