Statt sich an den Biertischgarnituren niederzulassen, machten viele der Besucher einfach eine Stehparty aus dem Abend. Pünktlich um 18 Uhr eröffneten die „Pleystoiner Bläser“ am Marktplatz, dann im „Reber-Garten“ am Stadtweiher die Erfolgsgeschichte „Die Welt zu Gast am Rosenquarz“. Nach knapp eineinhalb Stunden war es dann mit der Gemütlichkeit vorbei: Aus einem leichten kaum wahrnehmbaren Tröpfeln wurde ein recht ergiebiger Regenschauer.
Die Besucher, in ihrer Mehrheit von auswärts, suchten Schutz unter Schirmen, Bäumen, den Zelten, Hauseingängen, ja selbst in einer geöffneten Fahrschule oder einer anderen einfachen Überdachung. Nach dem Regenguss war dann an manchen Ständen „trocken legen“ im Akkord angesagt. Viele der Plätze waren nach dem Regen wieder so belegt wie vorher, auch deshalb, weil eine große Zahl von Gästen ohnehin erst nach dem Regenschauer kam. Die Straßen Pleysteins, die Parkplätze in Stadtnähe waren jedenfalls belegt wie selten.
Das Angebot für die Besucher war heuer vergrößert worden. In Altstadt waren im Anschluss an „Kroatien“ und gegenüber von „Indien“ erstmals Stände aufgebaut worden. In bewährter Weise war Griechenland wieder an den Stadtweiher verlegt worden, Amerika fand sich in der Neuenhammer Straße, Kroatien unterhalb des Kreuzberges nahe bei Indien. Es fehlte natürlich auch die „Berliner Currywurst“ nicht, die Pizzeria in der Kreuzberganlage erlebt einen gewaltigen Ansturm, auch der dortige Stand mit Crépes. Wer er etwas schärfer mochte, war in Indien gut aufgehoben. Die Kühltheke am Rathaus mit den Desserts stellte jeden Besucher vor die Entscheidung, eine oder gleich mehrere der Köstlichkeiten mitzunehmen. Je später der Abend umso frequentierter der Sandstrand der Katholischen Jugend, von weitem hin sichtbar mit der im Wind flackernden Flamme im Stadtweiher.
Eine Abordnung aus der Partnergemeinde Gamlitz mit Bürgermeister Karl Wratschko zeigte ihre Verbundenheit zur Stadt. Einmal mehr zeigte sich das „Multi-Kulti-Fest" als der absolute Renner, bei dem sogar ein größerer Regenschauer von den Besuchern noch akzeptiert wird, so dass der Abend oder die Nacht noch lange dauerte.























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