Am 5. November wurde der Pfarrer Pater Alfred Blödt, auf dem Ordensfriedhof in Eichstätt beerdigt. Stadtpfarrer Pater Hans Ring, Pater Reinhold Schmitt, Bürgermeister Rainer Rewitzer und rund 20 Mitchristen aus Pleystein gaben dem langjährigen Pleysteiner Seelsorger das letzte Geleit. Am Montagabend gedachten die Pleysteiner Gläubigen in der Stadtpfarrkirche dem verstorbenen Geistlichen, der in der Großgemeinde Pleystein zehn Jahre lang Seelsorger war und viele Menschen in Freude und Leid begleitete.
Stadtpfarrer Pater Hans Ring ging in seiner Ansprache auf das Sterbebild von Pater Blödt ein. „In dieser Welt ist Jesus Christus unsere Herberge und unsere Zuflucht, in der Ewigkeit aber werden wir in seinem himmlischen Palast eine ewige Wohnung haben“. Diesen Worten war sich Blödt nach Einschätzung des Stadtpfarrers bewusst, als seine Kräfte nachließen und er den Dienst als Seelsorger im Altenheim St. Augustin in Neuburg an der Donau nicht mehr ausüben konnte.
53 Jahre hat Pater Alfred Blödt den Menschen als Priester gedient, ihnen das Wort Gottes verkündet und ihnen die Sakramente gespendet. Beeindruckt habe bei dem verstorbenen Geistlichen die ruhige, zuhörende, offene und freundliche Art, betonte der Stadtpfarrer.
Blödt wurde im Jahr 1932 in Rothenstadt bei Weiden geboren, machte zunächst eine kaufmännische Ausbildung, verspürte aber zunehmend den Ruf Jesu, den Menschen als Seelsorger zu dienen. Deshalb holte er in der Spätberufenenschule Fockenfeld das Abitur nach. Zeitgleich war auch Pater Reinhold Schmitt, jetzt in der Kreuzbergkirche tätig, in der Schule. Gemeinsam schlossen sie sich der Gemeinschaft der Salesianeroblaten an, um sich auf die Priesterweihe 1968 vorzubereiten.
Ausführlich schilderte der Stadtpfarrer den geistlichen Werdegang Pater Blödts, der 1977 nach Pleystein auf den Kreuzberg kam. Dort baute er vor allem sein inniges Verhalten zur Kolpingfamilie auf. Im Jahr 1980 wurde Pater Blödt Nachfolger von Pater Pfeifer in der Pfarrei Pleystein. Sieben Jahre prägte er die Geschichte der Pfarrei. Dann wurde ihm eine neue Aufgabe in Eichstatt übertragen. Nach einem internen Wechsel innerhalb des Ordens wurde Blödt Pfarrer in der Familienkirche Eichstätt. Mit fast 76 Jahren gab er diese Aufgabe wieder zurück. Um weiterhin für die Menschen als Seelsorger wirken zu können, betreute er die Bewohner des Altenheims St. Augustin in Neuburg an der Donau. Vor einem Jahr zwangen gesundheitliche Gründe ihn zu mehr Einschränkungen bei der Ausübung seiner Berufung. Pleysteins Bürgermeister Rainer Rewitzer würdigte bei der Beerdigung in Eichstätt das Wirken Pater Blödts für die Großgemeinde Pleystein.













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