Plößberg
09.07.2023 - 09:09 Uhr
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Bürger sollen beim Bau von Windkraftanlagen in Plößberg beteiligt werden

Erneut beschäftigte den Marktrat Plößberg das Thema "erneuerbare Energien", besonders im Hinblick auf Bürgerbeteiligung. Eine Änderung gibt bald bei den Quartiersmanagern.

Der Marktgemeinderat Plößberg stimmte für eine wirtschaftliche Bürgerbeteiligung, wenn neue Windkrafträder auf dem Gemeindegebiet gebaut werden. Symbolbild: Sina Schuldt/dpa
Der Marktgemeinderat Plößberg stimmte für eine wirtschaftliche Bürgerbeteiligung, wenn neue Windkrafträder auf dem Gemeindegebiet gebaut werden.

Bürgerbeteiligung an Energieanlagen

Seit Monaten vergeht fast keine Sitzung des Plößberger Marktrates, in der es nicht um das Thema "erneuerbare Energien" geht. Auch in der Juli-Sitzung beschäftigte sich das Gremium wieder damit. Dieses Mal gab es kein konkretes Bauvorhaben zu behandeln, sondern einen Antrag der Freie-Wähler-Fraktion. Ein Gemeinderatsbeschluss soll dafür sorgt, dass mögliche Energieanlagen nur unter wirtschaftlicher Beteiligungsmöglichkeit für die Bürger im Gemeindegebiet gebaut werden dürfen.

Hans Klupp (FW) ging auf die Beweggründe für den Antrag ein. Er sieht es als wahrscheinlich an, dass im Waldgebiet der bayerischen Staatsforsten Windkraftanlagen gebaut werden. Auch auf dem Plößberger Gemeindegebiet wurden im April 150 Hektar Staatswald als Vorrangfläche an den regionalen Planungsverband gemeldet. "Wenn die Bewohner schon auf die Windräder schauen müssen, dann sollen sie auch eine Beteiligungsmöglichkeit haben," sagte Klupp.

Einstimmig votierten alle Räte für folgenden Beschlussvorschlag: "Sofern weitere Windkraftanlagen auf dem Gebiet des Markts Plößberg geplant werden, wird vom Markt Plößberg auf einer wirtschaftlichen Bürgerbeteiligung bestanden, soweit dies rechtlich zulässig ist." Zur weiteren Diskussion des Themas "erneuerbare Energien" wird es voraussichtlich Mitte September eine Sondersitzung des Gemeinderates geben.

Bericht der Quartiersmanager

Seit neun Monaten sind Ralf Back und Reinald Roderer als Quartiersmanager in Plößberg tätig. Im Oktober wird es aber eine personelle Veränderung geben. Ralf Back teilte der Gemeinde mit, dass er aufgrund anderer beruflicher Projekte und dem damit verbundenen Reiseaufwand den auslaufenden Vertrag nicht verlängern möchte. In einer der nächsten Sitzungen wird der Marktrat entscheiden, wie die Stelle wieder besetzt wird. Dass der Bedarf zweifelsfrei gegeben ist, verdeutlichte der Bericht der Quartiersmanager. Im sozialen Bereich, den vor allem Ralf Back betreut, laufe vieles sehr gut. Allerdings haben sowohl die Familien- als auch die Jugendbeauftragten ein Zeitproblem, und benötigen Unterstützung im organisatorischen Bereich.

Der Jugendrat, der anfangs aktiv startete, wurde durch Corona stark ausgebremst und die Resonanz der Mitglieder sei teils zurückhaltend. Daraus resultiert auch ein gewisser Frust der Sprecher. Ein Workshop solle hier dafür sorgen, die Erwartungen der Mitglieder herauszuarbeiten und eine gemeinsame Basis zu schaffen.

Eine Diskussion des Rates entspann sich darüber, ob dies mit den aktuellen Mitgliedern sinnvoll sei oder eventuell nach den Neuwahlen des Jugendrates mit einem solchen Workshop ein Neustart angegangen werden soll. Die Entscheidung hierüber trifft der Jugendrat selbst.

Quartiersmanager Reinald Roderer berichtete von seinen Aufgaben im städtebaulichen Bereich und bei der Organisation im Generationentreff. Eine Hauptaufgabe sei zurzeit, eine Möglichkeit zu finden, dass nach der Schließung der Plößberger Apotheke vor allem ältere Bürger an benötigte Medikamente kommen. Auch die Fortführung der Brauerei Riedl, die ab Mitte nächsten Jahres nicht mehr in gewohnter Form weiterbetrieben wird, zum Beispiel als Genossenschaft, beschäftigen ihn. Beim Bürgerfest im Juli wird es dazu einen Infostand geben.

Vorstellung Systep

Die Firma Systep aus Hof stellt sich gerade in mehreren Kommunen des Landkreises vor. Sie versucht niederschwellige und pädagogisch betreute Freizeitmöglichkeiten in die Kommunen zu bringen. Dafür sollen Jugendsozialarbeiter vor Ort tätig werden, um hier Angebote anbieten zu können. Um es den Städten und Gemeinden zu vereinfachen, könnten sich mehrere Kommunen einen Arbeiter teilen. Die Koordination und Anstellung des Personals liefe über Systep, die interessierten Gemeinde können sich je nach Bedarf ein bestimmtes Stundenmaß buchen.

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