Alljährlich findet in Tschechien die "Nacht der Kirchen" ("Noc kostelů") statt. Dabei gibt es die Gelegenheit zur Besichtigung der sonst außerhalb von Gottesdiensten verschlossenen Kirchen, zudem wird ein Rahmenprogramm mit Musik organisiert. Heuer waren die Kirchen St. Bartholomäus in Pístov bei Chodova Plana und St. Maria Magdalena in Krasíkov, gelegen neben der Burgruine Schwanberg nahe Konstantinsbad, die Auftrittsorte des Doppelquartetts Corona unter Leitung von Florian Löw.
Zum schon länger bestehenden Corona-Quartett in Plößberg - Carolin Gmeiner (Sopran), Rosita Schmid (Alt), Florian Löw (Tenor) und Willi Härtl (Bass) - sind Verena Bauer (Sopran), Michael Kranz (Tenor) und Andreas Staufer (Bass), alle aus Falkenberg, sowie Christine Kohl (Alt) aus Tirschenreuth hinzugekommen. In erweiterter Mehrstimmigkeit haben sie schon mehrfach Gottesdienste in Tirschenreuth zur Monatswallfahrt und in Falkenberg umrahmt, wie es in einer Mitteilung heißt.
Nahezu voll besetzt gewesen seien nun die Kirchen der Auftrittsorte. Das Programm der jeweils gut 30-minütigen Konzerte spannte einen großen Bogen mit ausgewählten geistlichen A-Capella-Chorwerken von Johann Sebastian Bach über Carl Loewe, Mendelssohn und Max Reger bis hin zu den zeitgenössischen Komponisten Petr Eben, Wolfram Menschick und Robert Mehlhart. "Großes Engagement, stimmschöne Ausgewogenheit, gute Intonation und einfühlsame Ausdruckskraft mit stückgerechten großen Dynamikunterschieden zogen die Zuhörer in ihren Bann", heißt es. Das Ende bildete jeweils ein in tschechischer Sprache gesungenes Marienlied. Kräftiger und begeisterter Schlussapplaus des Publikums sei der Lohn für ein Musikerlebnis gewesen, das manche Zuhörer emotional sehr berührt habe. Auch Besucher aus Tirschenreuth und Erbendorf waren vor Ort. Die Vorstellung der Stücke übernahm Florian Löw in tschechischer Sprache.













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