09.02.2020 - 13:39 Uhr
PlößbergOberpfalz

Erst Kanal, dann die Straße

Dringend notwendig wird ein neuer Kanal in der Bogengasse. Die Erneuerung soll im Zuge der Erschließung des Baugebiets erfolgen.

Der Kanal in der Bogengasse wird erneuert, die Kosten dafür belaufen sich auf rund 140.000 Euro.
von Konrad RosnerProfil

Einstimmig billigte der Marktgemeinderat die Erneuerung der Abwasserleitung dort. Bereits in der Marktratssitzung im November vergangenen Jahres wurde beschlossen, im Zuge der Erschließung des Baugebietes Kapellenweg die Wasserleitung in der Bogengasse und Teil der Schloßstraße zu erneuern.

Kanalbefahrungen, so Bürgermeister Lothar Müller, hätten ergeben, dass es viele und massive Schäden gebe. Das Auswechseln des Kanals in der Bogengasse und das Setzen eines neuen Schachts in der Schloßstraße werden rund 140 000 Euro brutto kosten. Anschließend stehe einer Straßensanierung der Bogengasse nichts mehr entgegen.

Viele marode Kanäle

Die Maßnahme steht seit zwei Jahren auf der Liste für Straßensanierungen. Müller betonte, dass die Erneuerung des Kanals während der Abschreibungsdauer auf die Abwassergebühren umgelegt werden müsse. Susanne Bittner und Hans Klupp machten aber darauf aufmerksam, dass es in vielen anderen Ortsteilen, beispielsweise in Wildenau, viele marode Kanal-Stellen gebe. Auch diese bedürften einer Sanierung.

Kritik an Gemeindetag

Nicht stehen lassen wollte Marktrat Adalbert Zölch (CSU) die Feststellung des Bayerischen Gemeindetags zur Düngeverordnung wegen der "industriellen Landwirtschaft". Zölch wies das Argument, dass die Landwirtschaft Hauptverursacher der hohen Nitrat- und Phosphatwerte sei, entschieden zurück. "Wer unsere Landwirtschaft als industriell bezeichnet, der hat keine Ahnung von unserer bäuerlichen Landwirtschaft". An Bürgermeister Müller, der Kreisvorsitzender des Bayerischen Gemeindetages ist, richete Zölch die Aufforderung, mit einem Brief sich von diesem Schreiben zu distanzieren.

In Betzenmühle entsteht ein neues Verwaltungsgebäude. Die Ziegler-Group hat als möglichen Straßennamen dort "Zur Betzenmühle 1" angeregt. Diese Bezeichnung, fürchtete Hans Klupp, könnte zu Verwechslungen führen. Bürgermeister Müller will mit der Firmenleitung noch einmal sprechen und eventuell einen anderen Straßennamen suchen. Tina Zeitler (CSU) regte an, Wasserzisternen im Rahmen der Städtebauförderung zu bezuschussen, auch in Hinblick auf den Umwelt- und Klimaschutz. Dies stieß auch bei den anderen Parteien auf Zustimmung. Hans Klupp forderte dies auch für Altbauten, auch dies wurde positiv zur Kenntnis genommen. Susanne Bittner regte zudem an, eine Ladestation für E-Autos aufzustellen. Im weiteren Verlauf der Sitzung informierte der Bürgermeister, dass er mit einer Dringlichkeitsentscheidung der Errichtung eines Lärmschutzwalls auf der Gemarkung Betzenmühle zugestimmt habe, einem Bauvorhaben der Ziegler Holzindustrie.

Gegen vier Stimmen der SPD-Fraktion wurde die Billigung von Änderungen beim Bebauungsplan Kapellenweg in die nichtöffentliche Sitzung verschoben. Der Antrag kam von Hans Klupp.

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