(lk) Bereits vor 16 Jahren hat die Marktgemeinde Plößberg auf Vermittlung des damaligen Pfarrers und Dekans Vladimir Born aus Bor, der vor zwei Jahren verstorben ist, eine Projektpartnerschaft mit der Gemeinde Staré Sedlo (Altsattl) in Tschechien geschlossen.
Am Samstag wurde in Staré Sedlo das Fest "Maria vom Berge Karmel" mit einem Festgottesdienst, den Pater Miroslav Martis aus Bor und Pater Martin Vána von Dobrau zelebrierten, begangen. Als Ministrant wirkte Stevan Bodor mit. Gleichzeitig fand auch seitens der politischen Gemeinde ein kleines Volksfest mit verschiedenen Attraktionen statt. Hierzu lud Staré Sedlos Bürgermeisterin Jana Svobodová die Plößberger ein: Am Wochenende empfing die Gemeindechefin eine Delegation aus dem Nachbarland. Mit dabei waren Bürgermeister Lothar Müller, Engelbert Meier aus Beidl und Max Röckl. Im Gasthaus tauschten sich die Plößberger mit der Bürgermeisterin Jana Svobodová, Altbürgermeister Jirí Novotny, stellvertretendem Bürgermeister Jaroslav Cervený und der Bürgermeisterin Jana Zmeakalová von Prostibor sowie weiteren Gemeinderäte und Bediensteten der Gemeinde bei Kaffee und Kuchen aus.
Zweisprachige Messe
Nach dem Empfang ging es in die nahe Kirche zum Festgottesdienst mit Pater Miroslav Martia und Pater Martin Vána. Martia begrüßte zum Gottesdienst besonders die mitwirkenden Zelebranten, die Abordnung aus Plößberg und weitere Gästen aus Deutschland, wie ehemalige Bewohner von Staré Sedlo. Die Lesungen, Fürbitten und Gebete wurden sowohl in tschechisch als auch in deutsch gesprochen. In deutscher Sprache wurden mit Begleitung der Blaskapelle Lieder gesungen, dazwischen wurde immer wieder eine Strophe aus einem Marienlied gesungen - dann wieder in tschechischer Sprache. Der Kirchenchorgemeinschaft aus Stráz und Staré Sedlo gestalteten den Gottesdienst auch gesanglich.
Lebendiger Glaube
Seine Predigt hielt der Pater aus Bor in tschechisch und deutsch. Er führte aus, dass wir uns in der Kirche an die Wurzeln unseres Glaubens erinnern sollen und dass der Grund unseres Glaubens der Glaube an Gott ist. Im Weiteren führte er aus, dass wir Gott danken sollen für das Treffen der Familien bei einem Fest. "Was wir haben sind Heimat, Kirche und Familie und wir sind in die Heimatkirche gekommen. Wir sind bei Maria unserer Mutter, die das Tor zur Christus und zu unserem Glauben ist. Wir sind in der Kirche zu Hause, im Haus Gottes", predigte Martia. So wie das Wunder, dass aus einer Ruine die Kirche wieder lebendig machte, werde die Kirche mit Gläubigen lebendig gemacht. Wenn Kinder kommen sei dies eine besondere Hoffnung, dass es mit der Kirche als Gemeinschaft weiter vorangeht.
"Schauen wir auf Maria und sammeln wir uns unter ihrem Schutz und Schirm dann sind wir gut aufgehoben", sagte der Pater. "Gott gibt uns immer wieder Gelegenheit uns zu verbessern und wir spüren den Heiligen Geist der uns Hoffnung im Glauben an Gott gibt." Am Schluss dankte der Pfarrer den Mitzelebranten, dem Chor für die gesangliche Mitgestaltung sowie allen Helfern für die Vorbereitungen des Fests.


















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