03.04.2020 - 14:59 Uhr
PlößbergOberpfalz

"Horn Glass Industries" holt Mitarbeiter mit Charterflugzeug nach Hause

Diesen Artikel lesen Sie mit
Was ist OnetzPlus?

Die Mitarbeiter der Horn Glass Industries AG sind weltweit unterwegs. Ein Einsatz in Mexiko endete nun wegen der Corona-Pandemie vorzeitig. Um die Kollegen heim zu holen, charterte das Unternehmen aus Plößberg sogar ein Flugzeug.

Mit einem Charterflugzeug ging es für die Horn-Mitarbeiter von Mexiko nach Hause.
von Martin Maier Kontakt Profil

Seit Anfang Februar waren Horn-Mitarbeiter auf einer Baustelle in Orizaba, einer Stadt östlich von Mexiko-Stadt, um eine Schmelzanlage bei dem Kunden "Sivesa" aufzubauen und in Betrieb zu nehmen. Wie die Plößberger Firma mitteilt, "wurden die weiteren Vorbereitungen durch die Ausbreitung des Coronavirus zu einem nicht tragbaren Risiko für die Gesundheit" der Kollegen. Spätestens als am 23. März der Bürgermeister von Orizaba den Notstand ausgerufen hatte, sei klar gewesen, dass die Horn-Belegschaft sicher nach Hause gebracht werden müsse.

Eine schnelle Heimreise war aber wegen der eingestellten Flugverbindung der Lufthansa und einiger anderer Airlines nach Mexiko-Stadt kaum zu realisieren. Doch anstatt die von der Bundesregierung initiierte Rückholaktion abzuwarten, welche für Mexiko und über 40 weitere Länder bereits in die Wege geleitet worden war, entschied sich das Plößberger Unternehmen dazu, die Mitarbeiter in Eigeninitiative zurückzuholen: Horn organisierte einen Charterflug.

Das Flugzeug brachte schließlich das Personal am vergangenen Sonntag (29. März) sicher zurück nach Deutschland. "Selbstverständlich hat Horn die hierfür angefallenen Kosten, welche sich im sechsstelligen Bereich befinden, vollständig übernommen", schreibt die Firma.

"Oberste Priorität und Augenmerk hat hierbei uneingeschränkt die Sicherheit unserer Mitarbeiter, sowohl am Standort Plößberg, draußen vor Ort beim Kunden als auch auf den Baustellen. Das Maß aller Dinge ist Besonnenheit und konsequentes Handeln", erklärt Horn-Vorstandsvorsitzender Stephan Meindl.

Obwohl es seinem Unternehmen ein großes Anliegen sei, den Kunden als zuverlässiger und kompetenter Partner zur Seite zu stehen, so sei doch das oberste Gebot, für die Sicherheit der eigenen Mitarbeiter zu sorgen. Hierfür würden weiterhin weder Kosten noch Mühen gescheut.

Um das Versprechen gegenüber "Sivesa" zu halten, werde die Inbetriebnahme der Schmelzanlage in Orizaba in Kooperation mit dem Kunden über eine zentrale Kontrollstelle in einem eigens dafür geschaffenen Leitstand vollzogen. Dazu sei ein Expertenteam für Inbetriebnahmen ständig mit dem Kunden online über verschiedene Kanäle verbunden. Horn steuere und überwache alle Handlungen, welche vom Fachpersonal des Kunden vor Ort in Mexiko ausgeführt würden. Auf der Anlage werden täglich bis zu 1,5 Millionen Verpackungsglasbehälter, wie zum Beispiel Getränkeflaschen oder Lebensmittelbehälter, hergestellt. Sobald die Coronakrise überwunden ist, stehe Horn seinen Kunden wieder direkt vor Ort zur Seite. "Doch während dieses Ausnahmezustandes muss der Fokus auf der Gesundheit aller liegen", so das Unternehmen.

Die Horn-Mitarbeiter steigen zum Rückflug nach Deutschland ein.

Vor knapp einem Jahr war der Spatenstich für das neue Verwaltungsgebäude der "Horn Glass Industries"

Plößberg
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.