04.03.2020 - 11:20 Uhr
PlößbergOberpfalz

Hunde beißen Frau und Mann

Ein Jagdhund hat in Plößberg eine junge Frau in die Hand gebissen. Sie liegt im Krankenhaus. Und in Tirschenreuth hat ein Mischlingshund einen Mann am Oberschenkel verletzt. Die Polizei sucht nun Zeugen.

Symbolbild: Ein Hund läuft an einer Leine und wirft dabei einen Schatten.
von Martin Maier Kontakt Profil

Eine 19-jährige Frau war am Montagabend in Plößberg beim Gassi gehen mit ihrem angeleinten Hund. Als sie gegen 17.45 Uhr in der Dreihöfer Straße unterwegs war, fiel ein freilaufender beiger Jagdhund die junge Frau an und biss ihr in die rechte Hand. Sie befindet sich laut Polizeibericht derzeit zur stationären Behandlung im Krankenhaus Tirschenreuth. Auch der Hund der 19-Jährigen erlitt durch den Angriff Verletzungen und musste zum Tierarzt.

Einen ähnlichen Fall meldet die Polizei aus Tirschenreuth in der Franz-Heldmann-Straße. Dort biss ein schwarz-weißer, mittelgroßer Mischlingshund am Samstag gegen 16 Uhr einem 53-jährigen Mann in den Oberschenkel. Der in einem nahestehenden Haus wohnende Hundehalter sprach kurz mit dem Geschädigten, ging dann aber wieder mit seinem Mischling zurück ins Haus, ohne sich weiter um den Vorfall zu kümmern. Hinweise nimmt in beiden Fällen die Polizeiinspektion Tirschenreuth, Telefon 09631/7011-0, entgegen.

Hintergrund:

In diesem Zusammenhang weißt die Polizei auf die Vorschriften für Hundehalter hin, die unter anderem besagen, dass Hunde sich nicht alleine auf der Straße bewegen dürfen (Paragraf 28 Straßenverkehrsordnung). Ferner verweist die Polizei auf das Gesetz über Ordnungswidrigkeiten (Paragraf 121 Abs. 1 Nr. 1): Ordnungswidrig handle, wer ... ein bösartiges Tier sich frei herumbewegen lässt. Der Kommentar führe zum Begriff "bösartiges Tier" aus: "Bösartig sind dagegen solche Tiere, bei denen nach ihrer besonderen Veranlagung die Gefahr einer Verletzung oder Beschädigung besteht. Dies ist nicht nur bei Hunden der Fall, die bissig sind, sondern auch bei großen Hunden, wenn sie die Eigenart haben, Menschen anzuspringen, ohne sie verletzen zu wollen. Fahrlässiges Handeln reicht aus. Dieses liegt auch vor, wenn man ohne über genügend Kenntnisse oder Fähigkeiten zur Beaufsichtigung des Tieres dieselbe übernimmt."

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