14.11.2019 - 14:52 Uhr
PlößbergOberpfalz

Längere Bauzeit für Ortsumgehung Plößberg

Die Fertigstellung für die Umgehungsstraße war ursprünglich für kommendes Jahr geplant. Jetzt wird sie erst im Spätsommer 2021 fertig. Schuld sind umfangreiche Absprachen des Straßenbauamtes mit der Gemeinde wegen der Kläranlage.

Die Brücke im Piengraben (Blickrichtung nach Plößberg) soll im Frühjahr 2020 fertig werden.
von Lena Schulze Kontakt Profil

Den Zeitplan für den Bau der Plößberger Ortsumgehung kann das Staatliche Bauamt Amberg nicht einhalten. Die Arbeiten verzögern sich. Der Bau zweier Brücken bei der Kläranlage und am Piengraben war für dieses Jahr vorgesehen. "Die Brücke an der Straße nach Schönkirch ist bereits sehr weit fortgeschritten", informiert Gerhard Kederer, Bereichsleiter beim Straßenbauamt. Im Frühjahr soll das Bauwerk fertiggestellt werden. Die Arbeiten dazu laufen.

Umfangreiche Absprachen mit der Gemeinde wegen der Kläranlage hätten die Ausschreibungen für die zweite Brücke verzögert. Doch auch die Planungen zur Kläranlage schritten in diesem Jahr gut voran. Der Auftrag für die weitere Brücke soll noch in diesem Jahr vergeben werden, damit im Frühjahr 2020 mit dem Bau angefangen werden kann. Gleichzeitig starten im Sommer kommenden Jahres die Arbeiten für den ersten großen Straßeneinschnitt von Wildenau kommend auf die neue Trasse. "Allerdings müssen wir dann warten, bis die zweite Brücke fertig ist", erklärt Kederer. Dann erst können die restlichen zwei Kilometer Straße folgen. Somit verschiebt sich die Fertigstellung der Ortsumgehung auf Spätsommer 2021. Ursprünglich wollte man mit dem 9-Millionen-Euro-Projekt ein Jahr früher fertig sein.

Spatenstich für die Ortsumgehung Plößberg war im August 2018. Bereits nach zweimonatiger Bauphase war der Kreisverkehr an der TIR 2 von Bärnau kommend nördlich des Marktes, fertig. Auch die ersten 700 Meter Asphalt der 7,5 Meter breiten Umgehungsstraßen sind bereits gebaut. "Der Kreisverkehr hat sich bewährt", ist der Bereichsleiter zufrieden, auch wenn sich noch einige Fahrer auf die alte Strecke, die mittlerweile eine Sackgasse ist, verirren. Ausgeschildert sei alles richtig. Die Überlegungen zur Trasse starteten bereits 2001. Neun Jahre später wurde die Ortsumgehung in die Dringlichkeitsstufe I aufgenommen. Dieser Straßenabschnitt ist der letzte Teil der wichtigen Verbindung zwischen der Grenze und der A 93 bei Neustadt/WN.

Bis jetzt führt die schnellste Verbindung ins Nachbarland durch Plößberg - ein gefährliches Nadelöhr für Lkw- und Pkw-Fahrer, Radler sowie Fußgänger. Die Umgehungsstraße sorgt für eine entspanntere Verkehrssituation.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.