02.03.2021 - 17:34 Uhr
PlößbergOberpfalz

Langes Warten auf Straßensanierung

In den Fokus des Marktrats rückten Straßensanierungen über das Kernwegenetz-Programm der Ikom. Außerdem sollen auf Anfrage der Ziegler-Group weitere Flächen als Gewerbegebiet ausgewiesen werden.

Schlaglöcher und Risse prägen die Straße zwischen Schönthan (Bild) und Leichau. Sie soll mittels Ikom-Kernwegenetz-Programm saniert werden.
von Lena Schulze Kontakt Profil

Insgesamt gab es während des vergangenen Jahres nach der Neubesetzung des Gremiums durch die Kommunalwahlen sehr wenige Ausfälle, freute sich Bürgermeister Lothar Müller. „Wir waren meist vollständig.“

In der Sitzung wurde über das Vorkonzept des Ikom-Kernwegenetzes diskutiert. Die „ländlichen Kernwege“ sollen hergerichtet, ausgebaut oder saniert werden – und dann geeignet sein, es mit dem landwirtschaftlichen Schwerlastverkehr aufzunehmen, die Pflege und den Erhalt der Kulturlandschaft zu gewährleisten und die touristischen Nutzungsmöglichkeiten zu stärken. Dabei werden laut Bürgermeister nicht nur typische Wanderwege, sondern auch Gemeinde- und Kreisstraßen betrachtet. „Wir werden uns, wenn es um eine Sanierung geht, auf landwirtschaftliche Wege konzentrieren“, teilte Müller mit. „Für uns hat die Straße Schönthan-Leichau Priorität“, erläuterte der Bürgermeister.

Wenig Mittel für 10 Kommunen

Er wies darauf hin, dass das Förderprogramm nicht gerade üppig ausgestattet ist, noch dazu müssten alle zehn Ikom-Kommunen berücksichtigt werden. „Irgendwann kommen wir sicher dran, aber das kann noch dauern.“ Er ergänzte, dass die Marktgemeinde das Vorkonzept mit zwei Änderungen weitergeben werde: Die Straße bei Hanfmühle habe die Gemeinde bereits asphaltiert und die Gemeindeverbindungsstraße Stein-Dürnkonreuth werde mit der Liebenstein-Stausee-Brücke saniert.

„Das ist eine vernünftige Sache“, sagte Adalbert Zölch (CSU). Er kritisierte jedoch die Dauer des Verfahrens. Und: „Es wurde bereits eine fünfstellige Summe in die Erarbeitung des Konzepts gesteckt.“ Er bemängelte, dass für das Programm nicht mehr Mittel zur Verfügung stehen. „Nicht, dass nach dem Erstellen des Konzepts kein Geld mehr für die Straßen da ist“, sagte Zölch. Was die Mittelausstattung anbelangt war Dritter Bürgermeister Hans Klupp (Freie Wähler) skeptisch: „Beim ALE werden momentan eher Mittel gekürzt als aufgestockt.“ Die Gemeinde werde sich sicher bemühen und oft nachbohren müssen, eine schnell Verwirklichung der Maßnahme erwarte Klupp aber nicht. Im Zuge der Diskussion kam die Sprache auch darauf, für Radwege etwa andere Förderprogramme zu nutzen. Dies wolle man sich noch genauer ansehen.

Ziegler-Group braucht mehr Fläche

Hinter dem Tagesordnungspunkt „17. Änderung des Flächennutzungsplans“ verbarg sich eine Anfrage der Ziegler-Group an die Marktgemeinde. Das Unternehmen plant auf einer Fläche von 28 Hektar zwischen dem bisherigen Gewerbegebiet und dem Ort Schönthan eine Erweiterung. „Es ist allerdings noch nicht klar, was genau oder wann gebaut werden soll“, erklärte der Bürgermeister dazu. Die Grundstücke der betreffenden Flächen seien in Privatbesitz, die Eigentümer – hauptsächlich aus Schönthan – angeschrieben. „Mit einem Flächennutzungsplan wird noch nichts weiter ausgelöst“, beruhigte Müller.

Aus dem Gremium kam der Hinweis, dass die Grundstückseigentümer bei einem möglichen Verkauf und anschließender Bebauung ihrer Flächen auf Ersatzgrund bestehen würden. Auch bei einer Erweiterung des Gewerbegebiets sollte man die Zufahrtswege nicht aus den Augen verlieren. Müller erklärte dazu, dass diese Fragen dann bei der Erstellung des Bebauungsplans diskutiert werden. Zunächst werde nun erst einmal der Flächennutzungsplan geändert und die Fläche als Gewerbegebiet ausgewiesen. Den Beschluss fasste das Gremium einstimmig.

Die Ziegler-Group plant ein Werk an der B15 bei Tirschenreuth

Tirschenreuth

 

 

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