04.12.2020 - 17:35 Uhr
PlößbergOberpfalz

Plößberger Krippenschnitzer stellen in Regensburg aus

Die Plößberger Krippenschnitzer gestalteten eine von 60 Stationen beim Regensburger Krippenweg. Im Gebäude der Regierung der Oberpfalz präsentieren die Schnitzer auf insgesamt zehn Quadratmetern drei ganz besondere Exemplare.

von Lena Schulze Kontakt Profil

Drei Plößberger Krippen sind in diesem Advent im Vorraum des Regierungsgebäudes in Regensburg ausgestellt. Die Krippenschnitzer des OWV bestückten damit eine von über 60 Stationen des ökumenischen Krippenwegs in Regensburg.

Die Anfrage des Kulturreferates und des Regensburger Stadtmarketings, ob auch die Plößberger ihre Krippen mit ausstellen wollen, erreichte die Schnitzer vor gut vier Monaten. Nach kurzer Beratung im Gremium des OWV Plößberg konnten sie schnell positiv antworten: „Klar, da machen wir mit!“

Sigi Sollfrank, Harald Gerl und Hubert Haubner waren sofort bereit, ihre Krippen im Eingangsbereich des Gebäudes der Regierung der Oberpfalz am Emmeramsplatz 8 auszustellen. Besonders freute es die Schnitzer, zumindest einen kleinen Teil ihrer Krippenlandschaften zu präsentieren, da sie die Große Krippenschau wegen Corona auf 2021 verschieben mussten.

Die Große Krippenschau in Plößberg ist auf 2021 verschoben

Plößberg

Vitrinen speziell angefertigt

Extra für die Ausstellung wurden nach den Plänen von Hubert Haubner in seiner Schreinerwerkstatt in Schirnbrunn geeignete Vitrinen hergestellt. „Wir haben viel zu Hause vorbereitet, damit der Aufbau schneller geht“, berichtet Haubner, Sprecher der Schnitzer. Etwa vier Wochen brauchten die Schnitzer, um alles vorzubereiten und die Vitrinen zu bauen.

Schon am Vorabend des Aufbaus in Regensburg wurden alle Bauteile, vorgefertigten Module, Materialien, Figuren und Krippengebäude verladen. Ende November starteten Hubert Haubner, Harald Gerl, Sigi Sollfrank, Robert Hecht, Sebastian Hecht und Manfred Kopp früh morgens mit drei Fahrzeugen und drei Anhängern nach Regensburg.

Zuschauer beim Aufbau

Regierungsmitarbeiterin Angelika Barwig-Reichel gab den sechs Helfern zunächst eine kleine Führung mit Besichtigung des Spiegelsaals. Nach einer Einweisung wurden die Fahrzeuge und Anhänger entladen und es wurde mit dem Zusammenbau der Vitrinen begonnen. Danach folgte der filigrane Teil – der Einbau der Krippen. Und auch die ersten Zuschauer waren schon vor Ort. Norbert Werber, Fachbereich Kunst- und Denkmalpflege, sowie Franz Glas, Regensburger Krippenvereinsvorsitzender, verfolgten interessiert den Aufbau der Krippenschätze der Plößberger.

Drei besondere Exemplare

Ausgestellt ist erstmals eine komplett neu gefertigte Krippe von Sigi Sollfrank. Diese Landschaft mit über 130 Figuren fertigte der Schnitzer eigentlich für die Große Krippenschau in diesem Jahr. Jetzt ist das komplett neu gefertigte Werk in Regensburg zu sehen. Sollfranks Krippe erstreckt sich auf über zwei Quadratmetern.

Neben der ganz neuen Krippe wollten die Plößberg auch etwas sehr altes zeigen. Sie entschieden sich für die Hösl-Krippe von Familie Ruth und Harald Gerl. Sie entstand über mehrere Generationen hinweg und besteht aus über 300 Figuren, die auf einer Fläche von 3,4 Quadratmetern aufgebaut sind.

Die dritte Krippe stammt von Hubert Haubner. Die orientalische Landschaft spiegelt das historische Jerusalem wider. Diese Krippe mit vorgefertigten Modulen und etwa 100 Figuren ist auf 5 Quadratmetern aufgebaut. Diese drei Krippen schmücken nun in der Adventszeit den Vorraum des Regierungsgebäudes.

Reibungsloser Ablauf

Das Aufbauteam war selbst überrascht: In rekordverdächtiger Zeit waren die Arbeiten diesmal abgeschlossen. Normalerweise sind die Schnitzer mit dem Aufbau ihrer Krippen über mehrere Abende hinweg beschäftigt. „Mittlerweile haben wir etwas Routine bekommen“, sagt Haubner. Praktisch waren auch die vorgefertigten Module. Geschafft, aber voller Stolz traten die Plößberger Krippenbauer ihre Heimreise an.

Robert Hecht, Vorsitzender des OWV Plößberg, und Hubert Haubner, OWV-Krippenchef, besuchten am Vorabend des ersten Adventssonntags die Eröffnung des ersten ökumenischen Krippenwegs in Regensburg mit Diözesanbischof Rudolf Voderholzer, dem evangelischen Regionalbischof Klaus Stiegler und der Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer.

 

 

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