Plößberg
06.10.2022 - 16:48 Uhr

Plößberger Quartett singt bei Festival im tschechischen Teplitz

Das Corona-Quartett des Kirchenchors Plößberg mit (von links) Florian Löw, Carolin Gmeiner, Rosita Schmid und Willi Härtl musizierte kürzlich beim Benefiz-Festival in Mariaschein bei Teplitz. Bild: Kirchenchor Plößberg/exb
Das Corona-Quartett des Kirchenchors Plößberg mit (von links) Florian Löw, Carolin Gmeiner, Rosita Schmid und Willi Härtl musizierte kürzlich beim Benefiz-Festival in Mariaschein bei Teplitz.

Die barocke Basilika "Sieben Schmerzen Marias" in Mariaschein bei Teplitz (Teplice) in Tschechien , ein vor allem in früheren Jahren bedeutender Marienwallfahrtsort mit über 500-jähriger Wallfahrtstradition und einem ehemaligen Jesuitenkonvent, war kürzlich das Ziel der Konzertreise des Corona-Quartetts des Kirchenchors Plößberg. Bereits im Vorjahr hatte in der Basilika zur Renovierung der historischen Schiffner-Orgel ein Festival stattgefunden, bei dem der Plößberger Organist und Chorleiter Florian Löw an der Orgel konzertierte.

Beim Festival 2022 war nun ein Konzert in der Basilika mit verschiedenen Chören eine der zentralen Veranstaltungen des Festivals. Neben drei Kinder- und Jugendchören aus Teplitz (Teplice) und Graupen (Krupka) und mehreren örtlichen Chören umfasste das Programm Auftritte des Gesangsensembles "Canto Divertimento" aus Sneek in den Niederlanden und des Corona-Quartetts des Kirchenchors in Plößberg. Unter Leitung von Florian Löw sangen hier Carolin Gmeiner (Sopran), Rosita Schmid (Alt), Florian Löw (Tenor) und Willi Härtl (Bass).

Für das Quintett war es nach der Corona-Zwangspause in diesem Jahr einer der ersten Auftritte. Ende Juli gestaltete der Kirchenchor St. Georg Plößberg gemeinsam mit dem Kirchenchor der Mariä-Himmelfahrt-Kirche in Tachov und seiner Leiterin Jana Vocata den Festgottesdienst zum Anna-Fest in der St. Anna-Kirche in Plana musikalisch. Zu hören war hierbei unter anderem die Missa in F des tschechischen Komponisten Frantisek Xaver Brixi (1732-1771), die nun wieder zur Kirchweih in Plößberg am Samstag, 8. Oktober, auf dem Programm steht. Die Leiterin des Kirchenchores in Tachov war es, die den Plößbergern den Kontakt zum Festival der Wallfahrtskirche in Mariaschein hergestellt hat.

Mit großem Engagement, erfreulich guter Intonation, stimmlicher Homogenität und großer Ausdruckskraft interpretierte das Quartett in der Basilika in Mariaschein gemischt vierstimmige Werke geistlicher Chorliteratur vom Barock über Carl Loewe und Felix Mendelssohn Bartholdy bis zu Komponisten der Gegenwart a capella. Kräftiger Applaus war der Lohn.

Große Wertschätzung erfuhr das Pange Lingua des Komponisten Ferdinand Habel (1874-1953), der in Mariaschein (Bohosudov) geboren ist und als Domkapellmeister am Stephansdom im Wien gewirkt hat. Mit der von allen Ensembles gemeinsam gesungenen Europahymne (Beethovens Vertonung der Schiller'schen Ode an die Freude) in Tschechisch und in Deutsch endete das Konzert der Chöre.

Beeindruckt war das Plößberger Quartett von der prunkvollen Ausstattung der Basilika sowie dem prachtvollen Säulenbaldachin über dem Hauptaltar, der dem Pendant in der Peterskirche in Rom nachempfunden ist. Der kirchenumgebende Kreuzgang mit sieben Kapellen besitzt über 30 Beichtstühle.

 
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