31.08.2020 - 09:59 Uhr
PlößbergOberpfalz

Statt Zeltlager basteln und spielen

Wegen Corona hat das Evangelische Dekanat erstmals das große Zeltlager in den Ferien absagen müssen. Aber ganz ausgefallen ist es nicht. Die Kinder konnten an Aktionstagen teilnehmen.

von Ulla Britta BaumerProfil

Wegen Corona hat das Evangelische Dekanat erstmals auf das große Zeltlager in den Ferien verzichtet. Statt 150 Kinder am Stück werden nun nur kleine Gruppen bei Aktionstagen beschäftigt.

Marina (15 Jahre) aus Schönkirch und Leoni (12) aus Plößberg sowie Anika (13) aus Bechtsrieth und Leila (12) aus Schirmitz sind sich einig: Es sei für sie sehr, sehr schade, dass das Jugend- und Kinderzeltlager in Plößberg in diesen Sommerferien wegen Corona ausgefallen ist. Einige der Mädchen, die dafür am Samstag an den "ZAT" (Zeltlager Aktionstagen) teilgenommen haben, mussten teils auch auf die Urlaubsreisen mit ihren Eltern verzichten. Dafür haben sich die Mädchen gemeinsam mit anderen wenigstens zu besagten Aktionstagen eingefunden, die in den vergangenen zwei Wochen auf dem Gelände des Jugendlagers stattgefunden haben. Kein Ersatz für die große Gaudi in einem mehrtägigen Zeltlager, aber wenigstens eine schöne Ferienbeschäftigung.

Dass es den Kindern im Alter von 7 bis 15 Jahren dennoch Spaß macht, darum bemühte sich Dekanatsjugendreferent Thomas Vitzthum mit seinem Team. In zwei Gruppen, "large" und "small", wurden die Kinder und Jugendlichen zum Mitmachen eingeladen. Die Resonanz sei gut gewesen, sagt Vitzthum. Allerdings konnten zu den "ZAT" wegen Corona nur wesentlich weniger Teilnehmer zugelassen werden. Das verlangten die Hygiene- und Abstandsregelungen.

Die Kinder und Jugendlichen konnten an verschiedenen Aktionen teilnehmen. Unter anderem standen für die "Großen" ein Kreativtag sowie ein Graffitikurs auf dem Programm. Natürlich war Graffiti der Renner. Zum Basteln von Wetterstationen und Lichtkugeln für den Garten haben sich nur Mädchen angemeldet. Betreut wurden sie am Samstag von fünf ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Die 23-jährige Studentin Veronika Bartl und der 23-jährige Erzieher Johannes Seckl wollten eigentlich das Zeltlager leiten und haben sich bereits umfangreich im Jahr 2019 darauf vorbereitet. "Es gab schon einen Kennernlern-Tag der Betreuerinnen und Betreuer, wir haben die Familys eingeteilt und jede Menge fertig gehabt", erzählt Veronika Bartl. Wie Johannes Seckl ist die Studentin sehr enttäuscht, dass die Arbeit umsonst gewesen ist. Mitte Mai dann sei das Aus des Zeltlagers verkündet worden.

Lange habe man auch über Alternativen diskutiert und ob überhaupt in diesem Jahr etwas stattfinden solle. Umso mehr freut es Vitzthum, dass sich die Betreuerinnen und Betreuer für die Aktionstage entschieden haben. Denn die Verantwortung für die Kinder und Jugendlichen sei wegen der Hygienebestimmungen natürlich umso größer. Zumindest konnte das Betreuerteam ein schönes Ritual aus dem Zeltlager mit in die Ersatz-Aktionen nehmen. Jeweils am Morgen vor jedem Aktionstag und am Spätnachmittag, wenn's dem Ende zuging, traf sich die Gruppe zu einer kleinen Andacht unter dem großen Kreuz, das mitten auf dem Zeltplatz, diesmal einsam und nicht von großen Zelten umringt, steht.

In diesem Jahr werden auch verschiedene Arbeiten am Zeltlagerplatz vorgenommen

Plößberg
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