09.07.2021 - 15:05 Uhr
PlößbergOberpfalz

Suche nach Standort für Kinderkrippe in Gemeinde Plößberg

Die Kinderbetreuung stellt die Gemeinde vor große Herausforderungen. So wird dringend ein Standort für eine Kinderkrippe gesucht.

Der Bedarf an Kinderkrippen- und Kindergartenplätzen wird auch in der Marktgemeinde Plößberg steigen. Jetzt ist man auf der Suche nach einem Standort für eine Kinderkrippe.
von Florian TrißlProfil

Das Thema Kinderbetreuung war ein weiterer wichtiger Punkt der zurückliegenden Sitzung des Marktrats. Für das Betreuungsjahr 2021/2022 wurden für die Kinderkrippe in Plößberg 28 Plätze und für den Kindergarten in Beidl 101 Betreuungsplätze festgelegt. Für die Zukunft wird mit einem höheren Betreuungsbedarf von 40 Kinderkrippen- und 116 Kindergartenplätzen gerechnet. Für den Kindergarten gibt es daher die Überlegungen für eine fünfte Halbtagsgruppe und auch die Kinderkrippe muss hierfür erweitert werden.

Bereich hinter Schule ungeeignet

Bürgermeister Lothar Müller führte hierzu weiter aus, dass die Situation bei der Kinderkrippe am drängendsten sei, die Kindertagesstätte in Beidl aktuell für die Nutzung als Kinderkrippe ausscheide und der Bereich hinter der Grundschule ungeeignet für eine Erweiterung sei, da man auch für eine mögliche Ganztagsbetreuung in der Grundschule Reserven zurückhalten müsse. Daher sollte man sich Gedanken machen, ob man auf einer noch nicht festgelegten Fläche eine neue Betreuungseinrichtung schaffe. Tina Zeitler führte dazu aus, dass durch das Baugebiet weiter junge Familien in der Gemeinde kommen und die benötigten Betreuungsplätze weiter steigen könnten. Sie sprach sich für einen Standort aus, an dem mindestens drei ebenerdige Krippengruppen und zusätzliche eine Kindergartengruppe Platz finden sollten. Am Bestand des bisherigen Kindergartens in Beidl solle allerdings nicht gerüttelt werden. Philip Böckl (SPD) ergänzte, dass durch die Baugebiete weniger Zuzug von außerhalb zu erwarten sei, sondern eher der Wegzug von jungen ortsansässigen Familien verhindert werden könne. Hans Klupp (FW) sah in den steigenden Geburtenzahlen eine erfreuliche Aufgabe für die Gemeinde, die vor allem den Betreuungsbedarf im Vorschulalter betreffe. Er bat darum, vernünftig neue Standorte zu suchen und keine Örtlichkeiten von vorne herein auszuschließen.

Nicht auf Plößberg beschränken

So könnte es in Beidl durchaus Erweiterungsmöglichkeiten geben, auch sei der Grundschulstandort durchaus eine Prüfung wert. Wichtig war es Klupp, dass die Standortsuche im ganzen Gemeindegebiet stattfindet und nicht auf Plößberg beschränkt wird. Katrin Hüttner (SPD) sprach an, dass es durchaus überdacht werden sollte, in der Kindertagesstätte in Beidl Kindergarten und Kinderkrippe unterzubringen und an einem weiteren Standort ebenfalls beides zu beherbergen.

Einstimmig votierten alle Räte dafür, einen Standort im gesamten Gemeindegebiet zu suchen, an dem mindestens drei ebenerdige Krippengruppen Platz finden und zu prüfen, ob das bisherige evangelische Gemeindehaus, das seit einiger Zeit im Besitz der Gemeinde ist, übergangsweise für eine zusätzliche Krippengruppe genutzt werden kann.

Weiterer Bericht vom Marktgemeinderat Plößberg

Plößberg

 

 

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