07.07.2021 - 11:23 Uhr
PlößbergOberpfalz

Susanne Bittner aus Marktgemeinderat Plößberg verabschiedet

Mit großer Leidenschaft hat Susanne Bittner im Marktgemeinderat mitgewirkt, musste das Amt aber aus gesundheitlichen Gründen abgeben. Für ihren Einsatz dankte Bürgermeister Lothar Müller.

Für ihre neunjährige Tätigkeit im Marktratsgremium dankten Bürgermeister Lothar Müller und die Fraktionssprecher von CSU, SPD und Freie Wähler Susanne Bittner für ihr Engagement und Einsatz. In der letzten Legislaturperiode hatte sie hierbei das Amt der dritten Bürgermeisterin inne.
von Florian TrißlProfil

Größeren Raum in der zurückliegenden Marktgemeinderatssitzung in Plößberg nahm die Verabschiedung der ehemaligen Dritten Bürgermeisterin und SPD-Fraktionssprecherin Susanne Bittner ein. Sie hatte bei der Kommunalwahl 2020 erneut für ein Marktratsmandat kandidiert und war wieder in das Gremium gekommen. Nach kurzer Zeit musste sie allerdings aus gesundheitlichen Gründen von ihrem Amt zurücktreten.

Keine leichte Entscheidung

In seinen Dankesworten führte Bürgermeister Lothar Müller aus, dass sich Susanne Bittner mit großer Leidenschaft für die Gemeinde und insbesondere für die Ortschaft Wildenau eingesetzt habe. Er war sich sicher, dass es ihr nicht leicht gefallen sei, diesen schwierigen Schritt zu gehen, allerdings sei es wichtig auf die Hinweise des Geistes und des Körpers zu achten und entsprechend zu reagieren.

Bittners Amtszeit begann im Juli 2011 als Nachrückerin für Altbürgermeister Roland Pfefferlein, nach der Kommunalwahl 2014 bekam sie den Posten der Dritten Bürgermeisterin, von ihren Fraktionskollegen wurde sie zur Fraktionssprecherin gewählt. „Die Gründe deines Rücktritts sind mehr als nachvollziehbar und ich danke dir sehr für deinen Einsatz für die Marktgemeinde,“ sagte Müller bei der Verabschiedung. Wegen der Corona-Pandemie und der gesundheitlichen Situation Bittners wartete das Gremium den jetzigen Zeitpunkt mit niedrigen Inzidenzwerten ab.

Auch die Fraktionssprecher blickten auf die Zusammenarbeit mit Susanne Bittner zurück. Für die CSU dankte Tina Zeitler für die gute Zusammenarbeit. „Es ist schade und nicht unbedingt einfach, wenn man aus gesundheitlichen Gründe kürzer treten muss, allerdings ist die Gesundheit das Wichtigste, und darauf gilt es zu achten,“ wünschte Zeitler alles Gute.

Begeisterung für Mitmenschen

Bittners Nachfolger als SPD-Fraktionssprecher, Marcus Fritsch, blickte auf den Rücktritt vor einem Jahr zurück: „Wir waren alle überrascht von deiner Entscheidung, aber auch verständnisvoll über den Schritt. Deine Unterstützerinnen und Unterstützer schätzten dein immenses Engagement.“ Er ergänzte, dass Bittner neben dem Amt der Dritten Bürgermeisterin auch als Traustandesbeamtin eingesetzt wurde. Er wünschte seiner Vorgängerin viel Gesundheit. Auch Hans Klupp dankte Susanne Bittner recht herzlich für das außergewöhnliche Engagement. Laut Klupp zeichnete sie vor allem die Power und Begeisterung aus, sich für die Mitmenschen zu engagieren.

Susanne Bittner bedankte sich bei ihren Marktratskollegen für die langjährige und kollegiale Zusammenarbeit. Sie schilderte in wenigen Sätzen, wie schlecht es ihr damals ging und dass der Schritt unumgänglich war. Auch das Angebot zur Auszeit und die Bedenkzeit, die ihr von Müller eingeräumt wurden, schlug sie aus, da sie selbst nach der Entscheidung noch vier Wochen in Lebensgefahr schwebte. Heute ginge es ihr wieder deutlich besser, aber jede Aktivität wirke sich auf ihre Gesundheit aus. Ihren Dank für die Jahre im Marktratsgremium sprach sie auch ihren ganzen Unterstützern aus, allen voran ihrem Mentor Altbürgermeister Roland Pfefferlein.

Biblische Verse

Zum Abschluss gab sie den Markträtinnen und Markträten zwei biblische Verse mit auf den Weg: „Die Regierung ist von Gott eingesetzt und die jeweiligen Amtsträger sind auch von ihm eingesetzt“ und „Bemüht euch um das Wohl der Stadt, suchet der Stadt Bestes, sucht den Frieden der Stadt“. Müller überreichte als Dankeschön der Gemeinde eine Urkunde und ein kleines Präsent.

Info:

Interkommunales Gewerbegebiet bestens geeignet

Bei der zurückliegenden Sitzung des Marktgemeinderates waren auch das Interkommunale Gewerbegebiet in Wiesau oder die Schließung der Sparkassenfiliale Themen

  • Interkommunales Gewerbegebiet in Wiesau: In der zurückliegenden Sitzung führte Bürgermeister Lothar Müller aus, dass sich neun Kommunen im Landkreis für die Schaffung eines interkommunalen Gewerbegebiets in Wiesau zusammengeschlossen haben. Wiesau sei aus drei Gründen hervorragend geeignet: Es sind Anschlüsse an die Autobahn und Gleise vorhanden; vom dort geschaffenen Gewerbegebiet ist keine Wohnbebauung betroffen, die von Lastwagen durchfahren werden müsste; von den vorhandenen 18 Hektar sind bereits 10 Hektar vergeben. Auch wenn es zuerst einen finanziellen Aufwand bedeute, so bringe diese Zusammenarbeit langfristig viele Vorteile. Hans Klupp ergänzte, dass durch die gemeinsame Errichtung an einem Standort Flächen eingespart werden und man so dem Landesentwicklungsplan Bayern entspreche, in dem es auch um die Verhinderung von Flächenfraß gehe. Die Räte stimmten einstimmig für den Abschluss einer Zweckvereinbarung für das Gewerbegebiet.
  • Marktratsklausur im Herbst: Aufgrund der Vielzahl an Themen und Projekten plant der Marktrat eine Klausurtagung Anfang November in den Hollerhöfen in Waldeck, soweit es die Corona-Situation zulässt. Neben Mitarbeitern aus der Verwaltung sollen auch Gäste zur Städtebauentwicklung oder weitere Fachleute zu verschiedenen Themen eingeladen werden.
  • Ängste wegen Schließung der Sparkassenfiliale: An Hans-Dieter Dietl (SPD) trugen mehrere Leute Ängste wegen der Schließung der Sparkassenfiliale heran. Vor allem ältere Leute hätten die Befürchtung, dass sie wegen jeder Überweisung nach Tirschenreuth fahren müssten. Bürgermeister Müller verwies darauf, dass die Sparkasse ihre Hilfe angeboten habe. Die Kunden könnten mit ihren Bedenken zu ihrer Bank gehen und diese vortragen.
  • Hydraulische Berechnung des Kanalnetzes: Hans Klupp wollte wissen, ob es bei den zurückliegenden Starkregenereignissen wieder Überschwemmungen in der Pfarrer-Wismath-Straße in Wildenau gab. Dies wurde von Thomas Wittmann (CSU) aus Wildenau bejaht. Der Bürgermeister erklärte dazu, dass die Angebote für die hydraulische Neuberechnung des Kanalnetzes bereits eingegangen sind und ausgewertet werden. Nach den Kanaluntersuchungen könnten gezielt Maßnahmen unternommen werden.
  • Defibrillator-Standorte: Philip Böckl sprach an, dass am Feuerwehrhaus in Schönkirch ein Defibrillator zur Verfügung steht und regte an, ob dies nicht auch in anderen Ortsteilen möglich sei. Dabei stellte sich heraus, dass dies in mehreren Orten Beidl bereits der Fall ist. Die Geräte wurden dort durch Vereine oder Sponsoren angeschafft.

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