01.03.2020 - 15:04 Uhr
PlößbergOberpfalz

Willensstark und authentisch

Ein Haus für die Jugend ist ein großer Wunsch von Susanne Bittner. Die Vorstellungen der SPD-Bürgermeisterkandidatin wollten am Freitag im Kultursaal viele hören.

Hervorragend besucht war am Freitagabend die Wahlversammlung der Plößberger SPD im Kultursaal.
von Konrad RosnerProfil

Unter dem Motto "Restart 2.0" bewirbt sich die 52-jährige Susanne Bittner, amtierende Dritte Bürgermeisterin, für die SPD zum zweiten Male als Bürgermeisterkandidatin bei einer Kommunalwahl. Ihr größter Wunsch sei, dass in Plößberg ein Treffpunkt für die Jugend entstehe. Zudem forderte sie: "Es muss wieder mehr Bürgernähe her". "Ich habe die Fachkompetenz, das Fachwissen und die Kontakte. Ich bin die Macherin", warb Bittner für Stimmen bei der Kommunalwqahl am 15. März.

Diese Wahlversammlung im Kultursaal war hervorragend besucht. Dies war wohl auch der Tatsache geschuldet, dass Getränke und das Gebäck kostenlos waren. Zudem fuhr der Bus "Der mim Board". Musikalisch wurde der kurzweilige Abend von Norman Schelter und Paul Brysch mit toller Musik umrahmt.

Zu Beginn der Versammlung freute sich SPD-Ortsvorsitzender Hans-Dieter Dietl über ein vollbesetztes Haus. Sein besonderer Gruß galt der Landtagsabgeordneten Annette Karl, Landratskandidat Thomas Döhler und Altbürgermeister Roland Pfefferlein. Moderiert wurde der Abend in pfiffiger Form von Rainer Böckl. "Es ist kein Gebot Gottes, dass immer die Schwarzen die Mehrheit haben müssen", wusste Böckl. Es wäre besser, wenn Kompromisse geschlossen werden müssen und nicht die Entscheidungen nach der CSU-Fraktionssitzung schon feststehen. Gemeindepolitik sei Sachpolitik, parteiideologische Politik habe hier keinen Platz.

Netzwerk weiter entwickeln

Panaschieren und kumulieren: Erklärvideo zur Kommunalwahl

In ihrer Grundsatzrede wies Susanne Bittner darauf hin, dass sie ihre vergangenen sechs Jahre als Dritte Bürgermeisterin tief geprägt hätten. In den vergangenen Jahren habe sie ihr Netzwerk weiter entwickeln können, "nun möchte ich das Triebwerk für eine aussichtsreiche Fortentwicklung der Marktgemeinde sein!" Willensstark, geistreich, zuverlässig und authentisch trete sie diese Bürgermeisterkandidatur an. In ihrer Rede ging sie zunächst auf die vergangenen sechs Jahre ein. Viele Beschlüsse im Marktrat seinen einstimmig gefällt worden. Es habe so manche Kompromisse gegeben, bei wenigen Ausnahmen habe die SPD jedoch keine Chance gehabt. Dennoch, die SPD habe viele Sachthemen durchsetzen können, etwa den gelungenen Kreisverkehr. Auch der seit zwei Jahren bestehende Dialog zwischen den Firmen und der Gemeinde sei eine Forderung der SPD gewesen. Die Unterstützung der heimischen Firmen werde die SPD mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten mittragen.

Erfreulich, das Thema Nachbarschaftshilfe konnte verwirklicht werden, das Haus "Treff der Generationen" sei in Planung. Das Projekt "Aktive generationenfreundliche Marktgemeinde Plößberg" wurde gestartet. Auch bei der Förderung junger Familien konnten laut Bittner erste Erfolge erzielt werden. Das größte Defizit gebe es bei der Umsetzung des Ausbaus und der Förderung der Jugendbetreuung. Ein Jugendrat fehle vollkommen, ebenso das Einbinden der Jugend in die Gemeindepolitik. So wolle in den kommenden sechs Jahren die Zukunft von Plößberg weiterhin lebenswert gestalten. Sie könne jedoch nur das versprechen, was auch finanzierbar sei, "denn die junge Generation soll es später einmal nicht ausbaden müssen". Pflichtaufgaben, wie Kinderbetreuung, Feuerwehr, ärztliche Versorgung und Gemeindestraßen, besonders innerorts, hätten Priorität.

Acht Punkte stellte sie besonders heraus: Die Gewerbeförderung, das Verkehrskonzept, eine seniorengerechte Gemeinde, die Familienförderung, die Stärkung der Vereine, die attraktive Naherholung, moderne Bürgermitgestaltung und den Erhalt der Dorf- und Marktkultur. Mit Mut, Kraft, Ideenreichtum sowie dem Dialog und der Nähe zur Bevölkerung könnten diese Aufgaben gemeistert werden.

Stolze Tradition fortsetzen

MdL Annette Karl zeigte sich begeistert von dem Auftritt der Kandidatin. "Du hast eine tolle Rede mit viel Herzblut gehalten." Die Plößberger SPD habe eine starke Tradition, Susi Bittner könne mit ihrem tollen Team diese stolze Tradition fortsetzen. Sie sehe die Herausforderungen und suche mit den Menschen gemeinsame Lösungen zu finden. Wie hartnäckig sie sein könne, habe sie bei ihrer Forderung nach dem Kreisverkehr gesehen. Sie habe sich durchgesetzt. Lob zollte sie auch Landratskandidat Thomas Döhler, der einen engagierten Wahlkampf führe.

Susanne Bittner: "Ich habe die Kompetenz, das Fachwissen und die Kontakte. Ich bin eine Macherin!"
Norman (rechts) und Paul umrahmten die Wahlversammlung musikalisch.
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