Was für eine Geschichte. Eine, wie es sie in der Nordoberpfälzer Wirtschaft wohl noch nie gegeben hat, nicht in dieser Größe, vor allem aber nicht in dieser Geschwindigkeit. Stefan Ziegler schien mit seinem Unternehmen noch vor zwei Jahren auf dem Weg zu den Sternen, ehe die Ziegler-Holding direkt in den Sturzflug überging. An diesem trüben Mittwoch im November ist das Unternehmen mit dem Insolvenzantrag am Boden der Tatsachen zerschellt.
Viel spricht dafür, dass es die eigenen Ambitionen waren, die dem Unternehmen zum Verhängnis geworden sind. Die Entwicklung einiger Boomjahre wurde für die Kalkulation der Zukunft herangezogen, gleichzeitig versäumten es die Verantwortlichen, ein Polster für schlechte Zeiten anzulegen. Diese schlechten Zeiten kamen dann überraschend und schlugen ebenso heftig zu, wie der Boom der Vorjahre die Ziegler-Holding nach oben gehoben hatte.
Zur Wahrheit gehört aber auch: Was in den vergangenen Jahren wirklich passiert ist, wann die entscheidenden Fehler gemacht wurden – niemand kann das derzeit genau sagen. Es wird spannend, was die kommenden Monate ans Licht bringen.
Schon heute steht fest, dass es für Schadenfreude keinen Grund gibt. Viel zu viele Menschen sind betroffen – nicht nur unter den Beschäftigten. Was die Insolvenz für die gesamte Region bedeutet, lässt sich noch gar nicht absehen. Man kann nur hoffen, dass die Insolvenzverwalter möglichst viel Substanz erhalten. Immerhin: Die Werke und Fabriken sind nicht weg – möglicherweise gehören sie künftig nur jemand anders.























Ich wünsche Herrn Ziegler alles Gute, in dieser Zeit und für seine Zukunft.
Selten gelingt es Unternehmen ohne Federn zu lassen eine derartige Entwicklung durch zu machen.
Nach dieser Insolvents wünsche ich mir, dass sich Herr Ziegler mit neuer Reife wieder auf den Weg macht.
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