Mit der Ziegler Holzindustrie GmbH & Co KG hat am Freitagvormittag eine weitere Tochtergesellschaft der Ziegler-Group einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren gestellt. Wie bei der Holding übernimmt auch in diesem Fall Rechtsanwalt Volker Böhm die vorläufige Insolvenzverwaltung.
Das betroffene Unternehmen ist nicht irgendeines im Ziegler-Firmengeflecht. Mit dem größten Sägewerk Europas auf der Betzenmühle bei Plößberg beinhaltet die Gesellschaft den Kern des Konzerns. "Die Ziegler Holzindustrie GmbH & Co. KG ist die Ursprungsgesellschaft der Ziegler Group", heißt es auf der Homepage des Unternehmens. "Was 1948 als Landwirtschaftsbetrieb begann, entwickelte sich mit der Zeit zu einem imposanten Sägewerk", heißt es weiter. Rund 700 Mitarbeiter sind laut der Homepage von der Insolvenz direkt betroffen.
Der Insolvenzverwalter hat die Maßnahme in einer Mitteilung bestätigt. "Bis Ende nächster Woche soll feststehen, welche anderen zur Ziegler-Gruppe gehörenden Gesellschaften Insolvenzantrag stellen müssen", heißt es in der Erklärung. "Bereits jetzt steht fest, dass zwei eng mit der Ziegler Holzindustrie GmbH und Co. KG verbundene Unternehmen in der kommenden Woche Insolvenzantrag stellen müssen, die Pelletwerk Ziegler Naturenergie GmbH und die Holzzentrum Ziegler GmbH. Hinter dem Holzzentrum steht das Hobelwerk in Pressath.
Bereits am Mittwoch hatte die Konzern-Holding den Antrag auf Insolvenzeröffnung stellen müssen. Am Donnerstag kam mit der Naturheld GmbH der Betreiber des Dämmplatten-Werks in Hütten hinzu. In beiden Fällen hat ebenfalls der Nürnberger Jurist Böhm von der Kanzlei Schultze und Braun übernommen.























Ich denke, jeder, der die Aktivitäten von Herrn Ziegler aus einer gewissen Distanz in den letzten Jahren beobachtet hat, konnte diese Ereignisse vorausahnen. Mir tun die Mitarbeiter leid, die nun wahrscheinlich um die Früchte ihrer jahrelangen harten Arbeit scheinbar betrogen werden.
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