Plößberg
11.05.2021 - 12:14 Uhr

Zunächst Bürgerbefragung zur Gestaltung des Kreisverkehrs bei Plößberg

Bei der Gestaltung des Kreisverkehrs will die Gemeinde die Bürger einbeziehen. Ein Wettbewerb soll ihre Ideen berücksichtigen.

Noch gibt es im Kreisverkehr am Plößberger Ortseingang noch keine spezielle Bepflanzung oder gestalterischen Akzente. Dies soll sich nach einem Ideenwettbewerb ändern. Bild: flt
Noch gibt es im Kreisverkehr am Plößberger Ortseingang noch keine spezielle Bepflanzung oder gestalterischen Akzente. Dies soll sich nach einem Ideenwettbewerb ändern.

Im Zuge der Ortsumgehung Plößberg wurde vor drei Jahren der Kreisverkehr am Ortseingang aus Richtung Tirschenreuth fertiggestellt. Der Gemeinderat beschloss vor einiger Zeit hierfür einen Ideenwettbewerb durchzuführen, um gestalterische Ideen zu sammeln. Für die Überlegungen und Planungen des Wettbewerbs holte man Klaus Zeitler vom Institut Sireg mit ins Boot. Er erklärte in der Sitzung seine Vorschläge.

Aufwand und Finanzen beachten

Zeitler, der sich im Vorfeld mit Architekt und Stadtplaner Klaus Stiefler (RSP Bayreuth) abgestimmt hatte, sprach mögliche Probleme im Zusammenhang mit der Gestaltung des Kreisverkehrs an. Am wichtigsten sei, von Beginn an das zuständige Straßenbauamt einzubeziehen und mögliche Gestaltungen abzusprechen. Des Weiteren zeigte er an einigen Beispielen auf, dass derartige Vorhaben schon mehrere Bürgerentscheide hervorgerufen haben, auch Aufwand und Finanzen müssten im Auge behalten werden. Hier zeigte er ein Beispiel aus Wackersdorf, wo die Gestaltung des Kreisverkehrs eine halbe Million Euro kostete.

Zuerst Bürgerbefragung

ein Vorschlag ist, zuerst eine Bürgerbefragung mit wenigen Fragen über das Gemeindeblatt und die Homepage durchzuführen. Hier sollen Meinungen zusammengetragen und erste Ideen gefunden werden. Von diesen Ergebnissen ausgehend veranstaltet man einen Wettbewerb in Zusammenarbeit mit Künstlerverbänden und den Bürgern. Zur Motivation werde ein kleines Preisgeld ausgelobt. Eine Jury aus Bürgermeister, Gremiumsmitgliedern, Vertretern vom Straßenbauamt und der Regierung kürt aus den Vorschlägen den Gewinner. Die Umsetzung könne eventuell mit Eigenleistungen von örtlichen Vereinen als Gemeinschaftsleistung erbracht werden. Hans Klupp (Freie Wähler) betonte, dass es für ihn und seine Fraktion wichtig sei, dass Bürgerideen berücksichtigt werden. Das Erbringen von Eigenleistungen durch Vereine oder Privatpersonen stärke das Gemeinschaftsgefühl. Marcus Fritsch (SPD) brach eine Lanze für die Jugend und bat darum, den Jugendlichen im Entscheidungsprozess eine Stimme zu geben. Dem Vorschlag des städtebaulichen Beraters im sozialen Bereich, Klaus Zeitler, zum Vorgehen stimmte er zu. „Damit werde unsere Richtung eingeschlagen, die wir uns vorgestellt haben“, sagte Marcus Fritsch. Seiner Meinung nach sollte mindestens ein Vertreter aus dem Jugendrat, der demnächst ins Leben gerufen werden soll, in der Jury sitzen.

Vorbereitungen starten

Tina Zeitler (CSU) ist eine attraktive Gestaltung des Kreisverkehrs wichtig. Mit den Vorschlägen von Zeitler seien die Gedanken der Bürgerbeteiligung aufgegriffen. Mit dem Glasofenbau oder der Krippenschnitzkunst gebe es sicherlich verschiedene Themen, die hier umgesetzt werden könnten. Für das Gremium stand am Ende fest, dass Klaus Zeitler Vorbereitungen für den Wettbewerb treffen soll.

Mobilfunkmast bei Stein

Für keinerlei Diskussionen sorgte der Bauantrag für einen über 40 Meter hohen Mobilfunkmast bei Stein. Er befinde sich im Außenbereich, sei jedoch ein privilegiertes Bauvorhaben. Die Erschließung des Mastes erfolgt über bereits bestehende Gemeindewege. Einem Bauantrag zur Sanierung eines Wohnhauses in Plößberg im Sanierungsgebiet wurde zugestimmt. Die Pläne wurden vorab mit dem Städteplaner abgestimmt. Auch eine Bauvoranfrage für ein Betriebsleiterwohnhaus im Außenbereich von Liebenstein wird mit positiver Stellungnahme weitergeleitet.

Mehr Kreativität bei Spielplätzen

Den Jugendbeauftragten Philip Böckl (SPD) beschäftigen seit einiger Zeit die Spielplätze im Gemeindegebiet. Er bedankte sich für die Planungen für Ersatzbeschaffungen, bat jedoch auch um etwas mehr Kreativität bei der Auswahl neuer Spielgeräte. Die Spielkultur der Kinder sei über die Jahre hinweg eine andere geworden. Er bot genauso wie Katrin Hüttner seine Hilfe bei Neubeschaffungen für die Spielplätze an. Zum Thema Spielplatz führte der Bürgermeister auch aus, dass in Honnersreuth mit einem Zuschuss aus dem Regionalbudget der IKOM Stiftland und in Zusammenarbeit mit der Dorfgemeinschaft der dortige Spielplatz erneuert werde.

Lothar Müller informierte noch, dass bei den letzten Geschwindigkeitsmessungen in der Schlossstraße (Plößberg) und in der Frühlingsstraße (Wildenau) bis auf wenige Ausreißer keine besonderen Auffälligkeiten messbar waren.

Sparkassen-Filiale schließt

Weiter teilte er mit, dass die Filiale der Sparkasse zum 30. Juni schließen wird, ein Mitarbeiter wird aber weiterhin 3-mal die Woche für Kundengespräche vor Ort sein. Hilfsbedürftige Menschen sollen sich bei Fragen und Anliegen direkt an die Sparkasse wenden. Hans-Dieter Dietl bat darum, das Projekt "Neue Urnenwand für den Friedhof Plößberg" zügig voranzutreiben. Die Vorhaben Urnenwand und auch eine neue Garderobe im Kindergarten Beidl verzögern sich laut Müller wegen eines Ausfalls im Bauamt.

Plößberg07.05.2021

Die Anfrage von Marcus Fritsch (SPD), ob neue Probleme beim Neubaugebiet in Wildenau für weitere Verzögerungen bis zur Erschließung sorgen könnten, musste der Bürgermeister bejahen. Diese seien nicht vorhersehbar gewesen, ergänzte Müller. Die von Fritsch schon vor längerem beantragte Besichtigung der Frühlings- und Sonnenstraße in Wildenau sei für die nächste Bauausschusssitzung vorgesehen.

In einer Wortmeldung wies Reinald Roderer (CSU) darauf hin, dass überprüft werden sollte, ob auf der Gemeindestraße von Plößberg in Richtung Dreihöf eine zusätzliche Sicherungsmaßnahme nötig sei, da hier eine Kurve direkt neben einem Weiher verlaufe.

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