"Regenüberlaufbecken, Rückhaltebecken, Ausgleichsbecken und eine Abdichtung der Anlage gegen Grundwasser sind bei der Kläranlage unabdingbar", verdeutlichten Dipl.-Ing. Thilo Brunner vom Ingenieurbüro Miller sowie Sachgebietsleiter Dieter Bauer vom Wasserwirtschaftsamt Weiden bei der Sitzung des Marktgemeinderates.
Beim Blick auf die Planungen rechneten sie mit dem Start der Baumaßnahme im kommenden Frühjahr. Die Bauzeit beträgt rund eineinhalb Jahre. Die beiden Gäste verwiesen bei dem Treffen auch auf ein Schreiben des Wasserwirtschaftsamtes Weiden vom August 2017. Darin stehe, "dass der Markt Plößberg die bestehende Anlage so nicht weiter betreiben kann und darf". Zum Thema Kläranlage erinnerte Bürgermeister Lothar Müller, dass das Vorgehen der Gemeinde stets als "korrekt, ja sogar als vorbildlich" eingestuft worden sei. Dies sei schon zum Zeitpunkt einer ersten Petition durch Dr.-Ing. Andreas Schmid gegen die Neubau-Planung so gewesen. Eine zweite Petition hätte der Landtag deshalb gar nicht angenommen.
Bürgerversammlung
Planungsbüro und auch der Marktgemeinderat hätten sich zudem um die günstigste und wirtschaftlichste Lösung für die Bürger bemüht. Und nur die günstigste Lösung werde auch umgesetzt. "Wenn bessere Klarheit über die Kosten und Umsetzung gegeben ist, dann wird noch eine Bürgerversammlung zum Thema der Beitragsfestsetzung abgehalten", versicherte der Bürgermeister.
Sachgebietsleiter Dieter Bauer vom Wasserwirtschaftsamt stellte heraus, dass die Kläranlage eigentlich schon nach 20 Jahren überrechnet werden musste. Durch verschiedene Ertüchtigungen hätte dieser Zeitraum auf 40 Jahre verschoben werden können. Bei einer Nachrechnung hätte sich ergeben, dass die Kläranlage Plößberg verschiedene Parameter nicht mehr einhalten kann, darunter die Schlammbehandlung. "Der bauliche Zustand von Leitungen und Becken ist problematisch", beschrieb Bauer den Zustand der Kläranlage. Eine Berechnung verschiedener Varianten hätte den Neubau als die wirtschaftlichste Lösung ergeben. In einem Schreiben des Umweltministeriums sei dies ebenfalls so festgehalten worden. Als Fachbehörde würde auch das Wasserwirtschaftsamt den Neubau empfehlen, so Bauer.
Planung gebilligt
Thilo Brunner stellte den Stand der Planungen vor. Dabei ging er darauf ein, dass durch die Trasse der Ortsumgehung ein Standortwechsel für das Regenrückhaltebecken notwendig wurde. Becken, Garage und Kanalleitungen müssten deshalb durch den Freistaat bezahlt werden, forderte der Planer. Insgesamt würden sich für die Kläranlage, das Überlaufbecken und das Rückhaltebecken Kosten von 5,676 Millionen Euro ergeben. Der von Ingenieur Brunner vorgestellte Planungsstand zur Kläranlage Plößberg wurde einstimmig genehmigt. Jetzt werden der Bauantrag und der Antrag zur wasserrechtlichen Genehmigung gestellt.
Das Vorgehen der Gemeinde ist stets als korrekt, ja sogar als vorbildlich eingestuft worden.Bürgermeister Lothar Müller












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