23.12.2018 - 14:05 Uhr

Polizei "behandelt" Alkohol-Opfer in Serie

Alkohol am Steuer, ein ungewöhnliches Nachtquartier und eingetretene Fenster und Türen: Ob Glühwein der Grund ist, kann nicht mit Sicherheit festgestellt werden. Die Polizei in Regensburg hat viel zu tun.

Die Polizei in Regensburg "behandelt" Alkohol-Opfer in Serie. Bild: Patrick Seeger/dpa
Die Polizei in Regensburg "behandelt" Alkohol-Opfer in Serie.

Weihnachtsrausch 1:

Samstagmorgen, gegen 3 Uhr, haben Beamte der Polizeiinspektion Nord in der Amberger Straße in Regensburg eine 22-jährige Regensburgerin kontrolliert. Sie zeigte auffällige Merkmale und wurde deswegen laut Meldung der Polizei "eingehender kontrolliert". Ein Drogenschnelltest brachte einen Treffer auf Kokain und Amphetamin. Das Auto der Frau wurde abgestellt, ihre Fahrzeugschlüssel sichergestellt. Nach einer Blutentnahme durch den Arzt wurde sie wieder entlassen.

Weihnachtsrausch 2:

Samstagmorgen, gegen 6 Uhr, fanden Beamte der Polizeiinspektion Nord ebenfalls in der Amberger Straße einen 50-jährigen Regensburger. Er schlief auf dem Gehweg seinen Rausch aus weil er seinen Hausschlüssel verloren hatte. Aufgrund der niedrigen Temperaturen war er stark unterkühlt und es bestand eine "erhebliche Gesundheitsgefahr" für ihn. Deshalb nahmen ihn die Beamten in Gewahrsam und sorgten für eine Behandlung durch einen Arzt. Nachdem er sich bei der Polizei aufgewärmt hatte und seinen Rausch ausgeschlafen hatte, wurde er gegen 16 Uhr wieder entlassen. "Sein Wellness-Aufenthalt bei der Polizeiinspektion Am Protzenweiher wird ihm natürlich in Rechnung gestellt", berichtet Polizeisprecher Stefan Wiesner.

Weihnachtsrausch 3:

Am Samstag kam es dann noch gegen 20 Uhr in der Alten Nürnberger Straße zu einem lautstarken Streit in der Wohnung eines amtsbekannten Paares. Es flogen die Fetzen. Gegenüber der Polizei wiegelten die beiden Beteiligten jedoch ab und wollten von Straftaten nichts wissen. Dennoch verließ der Mann die Wohnung um sich Ablenkung zu suchen. Er kehrte gegen 21 Uhr "in stark alkoholisierten Zustand" zurück. Da er seinen Schlüssel zuhause vergessen hatte und seine Gefährtin nicht öffnete trat er einfach das Kellerfenster einer benachbarten Wohnpartei ein und gelangte so ins Haus. Nachdem ihm immer noch nicht geöffnet wurde trat er dann auch noch die Wohnungstür zu seiner eigenen Wohnung ein. Polizeisprecher Stefan Wiesner.: "Nun war es genug und er durfte seinen Rausch in einer Haftzelle der Polizei ausschlafen." Der 33-jährige Regensburger wird sich wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch rechtfertigen müssen.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.