30.05.2018 - 18:43 Uhr

Die Polizei kehrt zurück nach Kastl

In seine Oberpfälzer Heimat kommt Albert Füracker besonders gern. In Kastl gab es am Mittwoch zwei besondere Gründe für einen Besuch des neuen Finanzministers.

Kastls Bürgermeister Stefan Braun (Zweiter von rechts) führte Finanzminister Albert Füracker (rechts) und seine Begleiter durch die Baustelle: In die Kastler Klosterburg sollen Teile der Polizeifachhochschule einziehen.  [JP]
Kastls Bürgermeister Stefan Braun (Zweiter von rechts) führte Finanzminister Albert Füracker (rechts) und seine Begleiter durch die Baustelle: In die Kastler Klosterburg sollen Teile der Polizeifachhochschule einziehen.

(jp) Eine Pressefahrt führte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker, der in Parsberg geboren ist und in Lupburg wohnt, auch in den Markt Kastl. Ein Ziel war hier die örtliche Gastronomie, da der Forsthof am Wettbewerb Heimatwirtschaften teilgenommen hat. Bürgermeister Stefan Braun stellte dem Minister und seinen Begleitern, unter ihnen auch Landtagsabgeordneter Harald Schwartz, seine Marktgemeinde mit ihrer ländlichen Struktur und ihren 39 Ortschaften vor.

Ein echter Glücksfall

Braun verband seinen Dank für die Gewährung der Stabilisierungshilfe mit dem Hinweis, diese gebe Kastl wieder finanziellen Spielraum. Er erwähnte auch das Breitband-Förderprogramm der Staatsregierung. Dieses ermögliche auch im letzten Weiler eine ausreichende Internetverbindung. Über das kommunale Investitionsprogramm des Freistaats könne man die Volksschule mit rund einer Million Euro energetisch zu sanieren. Ein besonderer Glücksfall aber sei die Entscheidung, einen Teil der Polizeifachhochschule Bayerns in die Klosterburg auszulagern. Nachdem sich Minister Albert Füracker ins Goldene Buch des Marktes Kastl eingetragen hatte, ging auch er auf die Breitbandförderung ein, die sich Bayern rund 1,5 Milliarden Euro kosten lasse. Das Ergebnis: In über 2000 Gemeinden habe die Kabelverlegung begonnen oder sei bereits abgeschlossen. Ein Problem sei, dass es nur eine begrenzte Zahl von Baufirmen für diese Projekte gebe.

Natürlich informierte sich Füracker auch über die laufenden Aus- und Umbauarbeiten in der Kastler Klosterburg. Helmut Bäumler vom Bayerischen Bauministerium, Roman Beer vom Staatlichen Bauamt in Amberg und Architekt Michael Rommel von der beauftragten Baufirma führten die Gäste durch das ehemalige Mädcheninternat, in den Innenhof mit Kreuzgang und in die früheren Unterkünfte der ungarischen Schüler. Auch für einen Besuch der Klosterkirche blieb noch Zeit.

Sinnvolle Nutzung

In seinem Resümee zu diesem Millionen-Projekt nannte der Minister die Verlegung eines Teils der Polizeifachhochschule in die Kastler Klosterburg ein Beispiel für die sinnvolle Nutzung historischer Gebäude, eine gelungene Behördenverlagerung und eine vorbildliche Stärkung des ländlichen Raums. Durch Entkernung und Sanierung entstehen im einstigen Mädcheninternat rund 60 Einzelappartements und im Haupthaus weitere 60 bis 70 Zimmer mit Verwaltungs-, Aufenthalts- und Schulungsräumen. Rund 40 Millionen Euro gibt der Freistaat hier aus. Auch, weil am Polizei-Standort in Sulzbach-Rosenberg akuter Platzmangel herrscht.

Bürgermeister Braun erzählte seinen Gästen, dass das Gebäude des ungarischen Mädcheninternats früher die Polizeidienststelle Kastl gewesen sei - und das Gewölbe darunter das Gefängnis. Der Internatsbau sei vor über 50 Jahren auf den Grundmauern errichtet worden. So komme die Polizei also nun wieder zur Polizei zurück.

Die drei von der Klosterburg: Landtagsabgeordneter Harald Schwartz, Finanzminister Albert Füracker und Kastls Bürgermeister Stefan Braun (von links) beim Rundgang.im  [JP]
Die drei von der Klosterburg: Landtagsabgeordneter Harald Schwartz, Finanzminister Albert Füracker und Kastls Bürgermeister Stefan Braun (von links) beim Rundgang.im
Natürlich trug sich der neue Finanzminister auch ins Goldene Buch der Martgemeinde Kastl ein - diesmal in ungewöhnlicher Umgebung, im Biergarten.  [JP]
Natürlich trug sich der neue Finanzminister auch ins Goldene Buch der Martgemeinde Kastl ein - diesmal in ungewöhnlicher Umgebung, im Biergarten.
 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.