31.10.2018 - 13:38 Uhr
Poppenreuth bei WaldershofOberpfalz

Gelassen auf Gott vertrauen

"Ich kann heute sicher reden, wie mir der Schnabel gewachsen ist“, sagt Pfarrer Edmund Prechtl beim Frauenfrühstück, zu dem der Katholische Frauenbund eingeladen hat. Nicht nur den Zuhörerinnen rät er zu mehr Gottvertrauen.

Beim Frauenfrühstück des Katholischen Frauenbunds referiert Pfarrer Edmund Prechtl.
von Werner RoblProfil

Im Gasthof „Grüner Baum“ ist der Frühstückstisch reich gedeckt. Es bleibt kein Platz frei. Frischer Kaffee steht in Thermoskannen, andere Getränke in Krügen bereit. Das Frauenfrühstück findet alle Jahre statt. Mit Pfarrer Edmund Prechtl habe man heuer erneut einen Referenten gewinnen können, freut sich Frauenbund-Vorsitzende Maria Zaus bei der Begrüßung. Man ist gespannt darauf, was der Pressather Seelsorger über „Gottvertrauen und Gelassenheit“ zu sagen hat. KDFB-Vorsitzende Maria Zaus dankt dem Gast mit einem Geschenk.

Pfarrer Edmund Prechtl beginnt mit einer Erzählung. Ein Vogel, der sich unheimlich wichtig nimmt, steht dabei im Mittelpunkt. „Er liegt auf dem Rücken. Mit den Krallen meint er, den Himmel festhalten zu müssen." Aufgeschreckt von einem Geräusch lässt der gefiederte Freund seine Arbeit für einige Sekunden sein und stellt fest: „Oh, der Himmel ist oben geblieben.“ Man dürfe sich nicht immer für so wichtig halten, fasst Prechtl die Geschichte zusammen. „Niemand ist ein VIP.“ Jahrtausende lang funktionierte die Welt. „Das wird sie auch weiterhin, auch ohne uns. Haben Sie mehr Gottvertrauen!“

„Die Erfahrungen zeigen, dass sich die Welt auch ohne unser Zutun weiterdreht“, mahnt der Gast zu mehr Gelassenheit und zu etwas mehr Sorgenfreiheit. „Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.“ Manche Dinge seien unabwendbar, fügt Prechtl humorvoll hinzu. „Nicht immer ist Gott dabei im Spiel.“ An anderer Stelle sagt der Seelsorger: „Freuen Sie sich aber auch über den Erfolg anderer.“ Dem Neid erteilt er eine deutliche Absage. „Das tut gut.“ Beispiele dafür, ruhig und besonnen zu bleiben, lässt er folgen.

Pfarrer Prechtl, bekannt als belesener und guter Redner, stammt aus der Gemeinde Ebnath. Seine humorvollen Reden zu verschiedenen Themen begeisterten bereits viele Zuhörer. Mit seinem zweiteiligen Referat fesselt er erneut sein Publikum in Poppenreuth. „Nimm dich nicht so wichtig“, zitiert er im folgenden Abschnitt auch Papst Johannes XXIII. „Gelassenheit lädt uns ein zum Zeit lassen“, sagt der Referent an anderer Stelle seines kurzweiligen Vortrages. Weitere Sinnsprüche folgen: „Man kann sich über vieles ärgern.“ Man sei dazu aber nicht verpflichtet. Ebenso weiß er: „Die wichtigste Stunde ist die Gegenwart.“

„Viele gute Heute geben viele gute Morgen“, schließt Prechtl seine inhaltsreichen Empfehlungen. Erneut fordert er mehr Gelassenheit und Gottvertrauen. „Zeigen Sie Kindern den Regenbogen.“ Man müsse die Zeit sinnvoll nutzen, meint er: „Das bunte Naturwunder wartet nicht auf dich.“

Als kleines Dankeschön hat KDFB-Vorsitzende Maria Zaus eine reich gefüllte Tüte vorbereitet.
Edmund Prechtls Empfehlungen stoßen beim Frühstück der Frauen auf offene Ohren.
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