29.10.2018 - 15:03 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

Ausbau der Bahnbrücke noch nicht geklärt

Der Ausbau der Bahnbrücke über die Kreisstraße AS 31 ist ein zentrales Thema der Gemeinderatssitzung. Vor einer endgültigen Entscheidung soll eine umfassende Bürgerinformation erfolgen.

Wird die Bahnbrücke über die AS 31 in der bisherigen Größe auf Kosten der Bahn erneuert oder beteiligt sich der Landkreis an einem größeren Brückenbauwerk? Die Sache ist noch nicht entschieden. Im Sommer hatte sich die CSU-Fraktion bereits über den baulichen Zustand der Bahnbrücke informiert.
von Autor GFRProfil

Matthias Kolb, der Leiter des Tiefbauamtes im Landratsamt meinte, dass man der Bahn die Brücke mit den derzeitigen Ausmaßen bauen lassen könne, dann müsse sich der Landkreis nicht an den Kosten beteiligen. Sollten die Vorstellungen des Bau- und Planungsausschusses des Landkreises verwirklicht werden und eine Durchfahrtshöhe von 4,50 Metern und eine Straßen- und Gehsteigsbreite von 10,50 Metern gebaut werden, kämen erhebliche Kosten auf den Landkreis zu. Dafür sei die AS 31 dann für alle Verkehrsarten ohne Einschränkungen zugelassen.

Andreas Kopf meinte, dass der Schwerlastverkehr durch Altmannshof ungeahnte Gefahrenquellen mit sich bringe. "Beim Ausbau müssen wir an die Zukunft denken", so Roger Hoffmann, "aber wir können beim Landkreis anregen, die Durchfahrt auf 7,5 Tonnen zu beschränken". Ob eine Tonnagebeschränkung überhaupt zulässig sei, da konnte sich Matthias Kolb nicht festlegen, das müsse die Verkehrsbehörde noch prüfen. Bedenken gegen den Ausbau der AS 31 hatte auch FW-Gemeinderat Bertram Gebhard, denn bei einer breiteren Straße und einer größeren Bahnbrücke werde sicher der Schwerverkehr in Richtung Industriegebiet Unterschwaig zunehmen.

"Wir sollten nicht vergessen", so Markus Zagel, "dass auch Busse, die mit Gas- oder Elektroantrieb fahren, ihre Gastanks und Batterien auf dem Dach untergebracht haben, und die könnten bei der aktuellen Brückenhöhe die AS 31 nicht befahren". Außerdem sollten Landwirte auch mit schwereren Fahrzeugen ohne große Umwege ihre Felder erreichen. Daher könne er sich eine Vergrößerung der Brückendurchfahrt, aber auch eine 7,5-Tonnen-Beschränkung vorstellen. Busse und landwirtschaftliche Fahrzeuge müssten aber ausgenommen werden.

In seinem Tätigkeitsbericht wies der Zweite Bürgermeister Hermann Böhm auf ein Gespräch mit Janina Schmidt, der neuen Leiterin der Grundschule Poppenricht, hin, bei dem es um Ausstattung und Förderrichtlinien für das digitale Klassenzimmer ging. Zügig voran gehe es auch mit dem Baugebiet „Auf der Höhe“ in Witzlhof und auch die Ferienbetreuung sei dank der AWO vorläufig gelöst.

Mit den Verantwortlichen der Poppenrichter Feuerwehr, Markus Zagel und Christian Krieger sei die Umsetzung des Feuerwehrkonzepts und die damit verbundenen baulichen Maßnahmen besprochen worden. Der Arbeitskreis Spielplatz habe sich mit der neuen Ausstattung des Spielplatzes an der Silcherstraße befasst und sich für eine doppelte Seilpyramide ausgesprochen. "Für die ist ein Fundament notwendig", so Böhm. Das muss von einer Baufirma errichtet werden. Die Gesamtkosten werden in etwa denen des Spielplatzes Neue Heimat entsprechen. Herman Böhm wies auch darauf hin, dass Poppenricht einen Inklusionsbeauftragten zu bestellen habe und da denke er an den VdK-Vorsitzenden Frank Senft, der für dieses Amt auch zur Verfügung stehe.

In eigener Sache meinte Hermann Böhm, dass er in einem von der Poppenrichter SPD verfassten Bericht unrichtig zitiert worden sei, denn er habe in der Bürgerversammlung am 10. Oktober 2018 nicht gesagt, dass heuer noch mit dem Bau eines Radweges zwischen Poppenricht und Karmensölden begonnen werde. Er habe diesen Radweg nur als anstehende Maßnahme ohne Zeitvorgabe angekündigt, sagte Böhm. Wolfgang Schmidt und Roger Hofmann wollten das, so Böhm weiter, aber nicht so verstanden haben wollen.

Den Antrag der Grundschule Poppenricht 30 Tabletts und neue Möbel anzuschaffen, wurden von den Fraktionen unterstützt, da die derzeitige Ausstattung modernen Anforderungen nicht mehr genüge, hieß es. Einen Schritt weiter ging Roger Hofmann, der für eine „optimale Aufrüstung“ war, zumal die Anschaffungen mit bis zu 90 Prozent bezuschusst werden. Zu prüfen sei auch, ob die Geräte gekauft oder nur geleast werden.

Positiv entschied der Gemeinderat auch über den Antrag des SVL Traßlberg, einen Zuschuss für die Bewässerungsanlage für den Sportplatz zu gewähren. Andreas Kopf meinte, die SVL-Mitglieder würden sehr viel Eigenleistung einbringen, das sollte die Gemeinde honorieren und daher stimmte der Gemeinderat einstimmig für einen Zuschuss in Höhe von 5000 Euro. Einigkeit herrschte auch beim SPD-Antrag, im Gemeindebereich Hinweistafeln mit geologischen, geschichtlichen sowie künstlerischen und kulturellen Inhalten aufzustellen. Sparen könnten wir, wenn wir gleich alle Schilder bestellen, so SPD-Fraktionssprecher Wolfgang Schmidt. Waltraud Lobenhofer ergänzte: "Da kommen höchstens rund 500 Euro pro Hinweistafel auf uns zu". So wurde es auch einstimmig beschlossen.

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