Neue barrierefreie Bushaltestellen in Traßlberg an der Staatsstraße 2040 und ein Zwischenlager für Erdaushub: Diese beiden Tagesordnungspunkte hat der Poppenrichter Gemeinderat bei seiner Sitzung jeweils einstimmig und vor allem in aller Kürze abgefertigt. Das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach plant, die beidseitigen Bushaltestellen an der Staatsstraße 2040 in Traßlberg barrierefrei umzugestalten und eine Querungshilfe einzubauen. Zur Sicherheit der ein- und aussteigenden Fahrgäste halten demnach die Busse dann auf der Fahrspur, nachfolgende Verkehrsteilnehmer müssten warten.
Zwischenlager für Erdaushub
Der Radweg werde zur Sicherheit der wartenden Fahrgäste hinter der Bushaltestelle vorbeigeführt. Einem Vereinbarungsentwurf stimmte der Gemeinderat ebenso geschlossen zu wie den Plänen, im westlichen Gemeindebereich einen rund 3000 Quadratmeter großen Lagerplatz als Zwischenlager für Erdaushub zu errichten. Rainer Rubenbauer (Umwelt- und Tiefbau-Ingenieure GmbH) sprach von einer befestigten Fläche, auf der in bis zu sechs aus "Legosteinen“ errichtete Lagerboxen jeweils rund 500 Kubikmeter Material zwischengelagert werden könne. Die Entwässerung in das öffentliche Kanalsystem sei gesichert.
SPD-Gemeinderat Markus Zagel hatte finanzielle Bedenken. Er rechnet nach eigenen Angaben mit einem sechsstelligen Eurobetrag und dafür habe Poppenricht im Haushalt wenige Spielraum. Müssten Lagerflächen gepachtet werden, sei es einerseits schwer, geeignete Flächen in näherer Umgebung überhaupt zu finden, und andererseits auch ziemlich teuer, so Bürgermeister Hermann Böhm. Rainer Rubenbauer empfahl der Gemeinde, erstmal einen entsprechenden Bauantrag beim Landratsamt einzureichen. Ob der Lagerplatz dann tatsächlich gebaut werden soll, darüber könnte der Gemeinderat später beschließen. SPD-Gemeinderätin Waltraud Lobenhofer bestand darauf, dass nur der Bauantrag beschlossen werde, nicht bereits der endgültige Bau des Zwischenlagers.
Meinung der Bürger gefragt
Bürgermeister Böhm gab bekannt, dass es am Samstag um 9.30 Uhr einen Ideenworkshop zum ehemaligen Mesnerhaus neben dem Poppenrichter Dorfplatz geben werde. Kommune und Planer wollen seiner Aussage nach wissen, "welche Vorstellungen unsere Bürger dazu haben". Schon vor zehn Tagen hätten sich die Traßlberger über die Planungen zur Hupferwiese informiert und darüber abgestimmt, wie es dort weitergehen soll. Moderiert wird der Ideenworkshop von Dr. Klaus Zeitler, Sozialwissenschaftler am Institut für Regionalentwicklung in Zusammenarbeit mit der Schule der Dorf- und Landesentwicklung, Abtei Plankstetten.
Weiter gab der Bürgermeister bekannt, dass der Landkreislauf am Samstag, 4. Mai, durch die Gemeinde führt und es deshalb zu kurzzeitigen Verkehrseinschränkungen kommen könne. Seit diesem Monat gebe es das „digitale Bauamt“, informierte Böhm. Daher seien Bauanträge nicht mehr bei den Kommunen, sondern direkt beim Landratsamt einzureichen, das als untere Bauaufsichtsbehörde die Anträge prüfe und dann das Einvernehmen der Gemeinden einhole.
Neue Dorfchronik
Für das Fußball-Kleinspielfeld auf der Skateranlage wird die Gemeinde eine Benutzungsordnung erlassen, kündigte Böhm an und teilte außerdem mit, dass anlässlich des Jubiläums "700 Jahre Poppenricht“ eine neue Dorfchronik auflegen werde. Über das AOVE-Regionalbudget könne die Gemeinde außerdem vier weitere Landschaftsrahmen in Auftrag geben. Zudem habe die Kommune beschlossen, dem Regionalwerk Amberg-Sulzbach beizutreten.
Böhm erwähnte auch die zwei Fliegerbomben, die am 3. April am ehemaligen Bahnhof Luitpoldhöhe gefunden worden waren. Sie hätten "für einige Stunden Aufregung gesorgt", so der Bürgermeister. Gezeigt habe sich aber auch, dass "Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehren alles im Griff hatten und unsere Nachbarschaftshilfe bestens funktionierte.
Geplant: Zwischenlager für Erdaushub
- Im westlichen Gemeindebereich von Poppenricht ist ein Lagerplatz als Zwischenlager für Erdaushub geplant
- Der Lagerplatz soll rund 3000 Quadratmeter groß sein
- Geplant ist eine befestigte Fläche, auf der bis zu sechs errichteten Lagerboxen für jeweils rund 500 Kubikmeter Material zwischengelagert werden können
- Die Entwässerung soll über das öffentliche Kanalsystem erfolgen













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