25.05.2018 - 10:36 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

Feuerwehr-Fuhrpark nicht mehr taufrisch

Auf die Gemeinde Poppenricht kommen 300000 Euro zu, um den veralteten Feuerwehr-Fuhrpark nachzurüsten. Auch ein Gerätehaus-Um- oder -Anbau sei unvermeidbar, will man Sicherheitsstandarts einhalten, sagte Markus Zagel vor dem Gemeinderat.

Derzeit steht das wasserführende TSF-W im Poppenrichter Feuerwehrgerätehaus vorne, das LF 8 dahinter. Das ist laut Kreisbrandrat Fredi Weiß untragbar, zumal auch nicht ausreichend Platz für das Anlegen der Schutzkleidung vorhanden sei.

(gfr) Gut vorbereitet hatte sich der Kommandant der Feuerwehr Poppenricht, als er in der Sitzung drei Varianten für ein neues Fahrzeugkonzept vorstellte. Das Gerätehaus sei 1979 errichtet und 1996 mit Treppenaufgang und Küche erweitert worden. Seit 2003 habe man es laufend modernisiert, aktuell werde der Vorplatz neu gestaltet. Derzeit stünden der FFW Poppenricht ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-W), Baujahr 2005 mit 750 Liter Löschwasser, vier Atemschutzgeräten und einer fest eingebauten Schaumzumischanlage, sowie ein Löschgruppenfahrzeug (LF 8), Baujahr 1989 mit vier Atemschutzgeräten, zur Verfügung.

Als besondere Schutzziele nannte Markus Zagel Schule, Kindergarten, Kirchen und die teilweise enge Bebauung. Auch die Wasserversorgung aus dem Trinkwassernetz lasse bei großem Löschwasserbedarf zu wünschen übrig. Aktuell entspreche der Fahrzeugbestand der FFW Poppenricht dem Bedarfsplan, die Fahrzeuge seien in gutem technischen Zustand. "Aber für die Zukunft zu planen, ist unabdingbar", machte er klar.

Zagel stellte drei Varianten für eine Ersatzbeschaffung vor. So könnte das LF 8, das in dieser Version nicht mehr gebaut werde, durch ein LF 10 ersetzt werden, das TSF-W bleibe. Dann hätten beide Fahrzeuge Wasser an Bord und seien für einfache technische Hilfeleistungen ausgestattet. Als Variante zwei nannte der Kommandant den Ersatz des LF 8 durch ein mittleres Löschfahrzeug (MLF), das TSF-W werde durch ein TSF ohne Wasser ersetzt. Als dritte Möglichkeit kommt laut Zagel für das LF 8 ein LF 10 sowie ein Mannschaftstransportwagen ohne feuerwehrtechnische Ausrüstung in Frage. Sämtliche Varianten würden der Gemeinde Poppenricht zwischen 300000 und 380000 Euro kosten. Fie FFW Poppenricht selbst favorisiert die Variante LF 10 und MTW, deren Beschaffung auf 310000 Euro veranschlagt ist. Die Förderung durch den Freistaat Bayern ist hier bereits berücksichtigt.

Der Verbund mit benachbarten Feuerwehren lässt laut Kommandant künftig ein feuerlöschtechnisches Einsatzfahrzeug und ein Personentransportfahrzeug anstelle zweier Löschfahrzeug als ausreichend erscheinen. Kreisbrandrat Fredi Weiß unterstütze die Variante mit der Ersatzbeschaffung des LF 10 und des MTW. Seiner Meinung nach sei es aber untragbar, die Fahrzeuge hintereinander im Gerätehaus abzustellen und die Eisatzkräfte direkt neben den Fahrzeugen die Schutzkleidung anlegen zu lassen. In der aktuellen Situation könnten im Gerätehaus notwendige Sicherheitsregeln mangels ausreichenden Platzes nicht eingehalten werden, Um- oder Anbauten seien daher dringend notwendig.

2. Bürgermeister Hermann Böhm, der die Gemeinderatsitzung leitete, meinte, dass die Gemeinde Poppenricht wohl in naher Zukunft nicht um Baumaßnahmen am Poppenrichter Feuerwehrgerätehaus herumkommen werde. In einer der nächsten Sitzungen werde sich der Gemeinderat für eines der vorgestellten Konzepte entscheiden müssen.

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