05.07.2018 - 11:39 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

Gegen Hundekot an Feldwegen und auf Äckern

Hunde beziehungsweise deren Hinterlassenschaften waren ein Thema im Poppenrichter Gemeinderat. Ein Antrag der Jagdgenossen das Anleinen zur Pflicht zu machen, wurde einstimmig abgelehnt. Aber die Gemeinde will Hinweisschilder aufstellen.

Der Gemeinderat Poppenricht entschied, dass in der Kommune Hinweisschilder aufgestellt werden, die Hundehalter auffordern, ihre Vierbeiner anzuleinen.

(gfr) Die Jagdgenossen wollten erreichen, dass in der Gemeinde Poppenricht eine allgemeine Anleinpflicht für Hunde gilt. Verwaltungsleiter Hartmut Gawlick wies allerdings in der Sitzung daraufhin, dass es dafür außerhalb einer geschlossenen Bebauung keine Rechtsgrundlage gebe. Die Jagdgenossenschaft hatte ihren Antrag damit begründet, dass es in der Kommune einen „Hundetourismus“ gebe, denn immer mehr Hundehalter würden ihre Vierbeiner frei laufen lassen. Die Hinterlassenschaften an Wegrändern und Flächen für Futteranbau würden verschmutzt. Die Fraktionssprecher Andreas Kopf (CSU) und Wolfgang Schmidt (SPD) waren der Ansicht, dass man Bauern und Jäger bei diesem Problem nicht im Regen stehen lassen dürfe. Sie appellierten an die Hundehalter, darauf zu achten, dass nicht Wege und Felder verschmutzt würden.

„Nicht die Hunde sind das Problem, sondern deren Halter, welche die Tiere nicht im Griff haben“, sagte Gertrud Weigl (CSU). „Stellen wir eben noch mehr Hundekotbeutel-Spender und Sammelbehälter auf“, erklärte Kurt Köhler (FW), „vielleicht lässt sich so die Verschmutzung eindämmen.“ Gemeinderat Markus Weiß (CSU) verwies auf Artikel 30 des Bayerischen Naturschutzgesetzes, wonach Wiesen und Äcker, auf denen Futter oder Lebensmittel angebaut werden, in der Vegetationszeit grundsätzlich nicht betreten werden dürfen. „Wenn Spaziergänger mit ihren Hunden auf den Wegen blieben, können sie rumlaufen, wo sie wollen.“ Der Antrag der Jagdgenossen wurde schließlich einstimmig abgelehnt. Jedoch will die Gemeinde Hinweisschilder aufstellen. Sie sollen Hundehalter auffordern, ihre Vierbeiner an die Leine zu nehmen.

Zudem stellte Manfred Birner, Bautechniker im Ingenieurbüro Renner und Hartmann, die Ausführungsplanung für das Baugebiet „Auf der Höhe“ in Witzlhof vor. Baubeginn der Straßenbaumaßnahmen soll noch im Herbst sein. Erschlossen wird das Gebiet mit einer fast 400 Meter langen Ringstraße, die knapp fünf Meter breit ist. Sie hat auf beiden Seiten einen Gehweg. Die Straße erhält eine Asphaltdecke, die Gehwege werden gepflastert. Für Ver- und Entsorgungsleitungen ist ein System vorgesehen, das über sechs Schächte Zugang zu sämtlichen Leitungen ermöglicht. Darin sind Abzweigungen für die Bauparzellen. Der Regenwasserkanal liegt zweieinhalb Meter tief, der Schutzwasserkanal einen Meter tiefer. „Verlaufen alle Baumaßnahmen nach Plan, wird die Ringstraße im Sommer nächsten Jahres fertig sein“, sagte Birner.

Außerdem thematisierte der CSU-Ortverband die Sanierung des Kindergartens St. Anna in Traßlberg. Er forderte, dass die Maßnahme zügig anzugehen sei. Dafür gab es von SPD-Sprecher Wolfgang Schmidt Rückendeckung: „Das unterstützen wir voll und ganz.“ Eine kleine Finanzspritze für die beiden Kindergärten, die Schule, die zwei Sportvereine sowie den Pfarrheim-Förderverein und die Seniorenarbeit brachte das Bürgerfest. Der stellvertretende Bürgermeister Hermann Böhm erklärte, dass ein Reingewinn von 8400 Euro hängen blieb. Demnach kommen die Einrichtungen mit je 1200 Euro in den Genuss. „Wir sollten darüber nachdenken, ob wir eventuell das gemeinsame Bürgerfest regelmäßig feiern sollten. Es muss nicht jeder Verein immer alleine feiern“, sagte Wolfgang Schmidt (SPD).


Info:

Aus dem Bauausschuss

Dem Neubau eines Carports und Geräteraums im Baugebiet „Drei Mohren West“ stimmte der Bauausschuss zu, jedoch darf die Einfriedung eine Höhe von zwei Metern nicht überschreiten. Für den Neubau eines Mehrfamilienwohnhauses mit Garagen und Stellplätzen in Traßlberg wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Für ein weiteres Einfamilienhaus in Traßlberg wurde das gemeindliche Einvernehmen in Aussicht gestellt, allerdings muss nach Fertigstellung das alte Mehrfamilienhaus abgerissen werden. Den Plänen für ein Wohnhaus und eine Lagerhalle in Altmannshof wird der Gemeinderat ebenfalls zustimmen, soweit das Landratsamt in der baurechtlichen Prüfung positiv entscheidet.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.