03.07.2020 - 14:07 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

Gemeinde Poppenricht führt Bürger-Service-App ein

Die Digitalisierung schreitet auch in Poppenricht voran. Mit einer Bürger-Service-App sollen aktuelle Infos schneller beim Bürger ankommen. Und auch manch zeitaufwendigen Weg und Wartezeiten im Rathaus wird man sich künftig ersparen können.

Per Handy das Angebot der Gemeindeverwaltung nutzen, das soll die Poppenrichter Bürger-Service-App ermöglichen.
von Autor GFRProfil

In der Sitzung des Gemeinderats erklärte Bürgermeister Roger Hoffmann, dass im Zuge der Kernwegeerneuerung voraussichtlich im kommenden Jahr die Gemeindeverbindungsstraße von Traßlberg in Richtung Staatsstraße 2021 und der Kreuzweg ausgebaut werden. Laut Hoffmann hat auch Poppenricht unter den Corona-bedingten Einschränkungen zu leiden. So könne das Ferienprogramm nicht in gewohnter Weise angeboten werden, die Gemeinde werde aber Vereine bei eventuellen Einzelangeboten unterstützen.

Voll in seinem Element war FW-Gemeinderat Michael Reimelt, als er die geplante Bürger-Service-App vorstellte. Deren Hauptmenü werde in Aktuelles, Service, Info und Dienste eingeteilt. Topaktuell können nach seinen Angaben aus dem Rathaus Termine und Neuigkeiten abgefragt werden. So werde der Abfallkalender einsehbar sein, der alljährliche Wasserzählerstand könne gemeldet werden, es gebe Meldebescheinigungen und Briefwahlunterlagen müssten nicht mehr schriftlich angefordert werden. Die Rubrik „Info“ sei frei gestaltbar, hier könnten zum Beispiel tagesaktuell gesperrte Straßen, Standorte von E-Tankstellen oder Defibrillatoren und Mitfahrerbankerl eingestellt werden. Über die App sei das Rathaus rund um die Uhr ansprechbar, sollten etwa ausgefallene Straßenbeleuchtung oder plötzlich auftretende Gefahrenstellen gemeldet werden. Die Bürger-Service-App werde nicht quasi zum Mitteilungsblatt der Vereine, aber über die App könne der Nutzer auf die jeweilige Vereins-Homepage weiterklicken und Vereinsinternes einsehen. Michael Reimelt stellte zwei Anbieter vor, die komuna GmbH aus Altdorf und die mc city media aus Bühlerzell. Beide würden in Projektgesprächen ihre Konzepte vorstellen, die App-Betreuer schulen und Vorschläge für eine Verbreitung der App erarbeiten.

Amberg hat schon seit Jahren eine App

SPD-Fraktionssprecher Wolfgang Schmidt outete sich dahingehend, dass er den Mobilfunk nicht nutze, trotzdem befürworte er die Einführung der App. Eine solche App sei schon im CSU-Wahlprogramm gewesen, stellte Sprecher Andras Kopf fest. Er fragte, wer im Rathaus dafür zuständig sei. Den gelte es noch zu bestimmen, antwortete Reimelt. Hermann Böhm schlug vor, auch bei der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern nach einer Gemeinde-App anzufragen. Grundsätzlich und einstimmig war der Gemeinderat für die Bürger-Service-App, aber ein Angebot des AVDKB will man abwarten.

Im Zuge des Projekts „Sag wAS“ sollen Jugendliche im Alter zwischen 12 und 18 Jahren eigenständig die Zukunft in ihrer Heimat gestalten. Damit soll bei jungen Menschen das kommunalpolitische Interesse geweckt werden, die sich dann mehr mit ihrer Region identifizieren. Soweit es nicht zu einer durch Corona-bedingten Absage kommt, soll am Freitag, 23. September, ein Jugendforum zusammentreten, bei dem in Arbeitskreisen über Heimat und Freizeit diskutiert wird. Die Ergebnisse sollen gemeinsam besprochen werden, wobei man hofft, dass sich politische Mandatsträger für dieses Forum interessieren. Noch heuer, aber spätestens 2021 soll „Sag wAS“ in allen AOVE-Kommunen verwirklicht werden, sagte AOVE-Geschäftsführerin Waltraud Lobenhofer. Das wolle man auch für Poppenricht, waren sich die drei Fraktionssprecher einig, daher fiel der Beschluss der Gemeinderäte einstimmig.

Die Geschäftsordnung für den Gemeinderat wurde in der vorgelegten Form von der CSU-Mehrheit nicht gebilligt, die bei der Einstellung von neuen Gemeindemitarbeitern mehr Mitspracherecht für Hauptausschuss und Gemeinderat einforderten. Fraktionsübergreifend einig war sich der Gemeinderat, dass in der Häringloher Straße nicht nur die Decke saniert werden solle, sondern man einen Vollausbau in Auftrag gebe, der unter dem Strich gerade einmal rund 30.000 Euro Mehrkosten verursache.

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