Poppenricht
17.09.2026 - 18:45 Uhr
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Gemeinderat befasst sich mit Fusion der Sportvereine aus Poppenricht und Traßlberg

Einer Fusion der beiden Sportvereine aus Poppenricht und Traßlberg steht nichts mehr im Weg. Der Zusammenschluss könnte in einer gemeinsamen Mitgliederversammlung am 1. Oktober beschlossen werden.

Seit einigen Jahrzehnten gibt es in der Gemeinde Poppenricht zwei Sportvereine, den Sportverein Michaelpoppenricht (SVM) und den Sportverein Luitpoldhöhe-Traßlberg (SVL). Seit rund sieben Jahren laufen unter Einbeziehung der Gemeinde Poppenricht und des Bayerischen Landessportverbands (BLSV) Gespräche, wie man eine Zusammenarbeit verstärken kann, um nur noch einen Verein mit einem neuen Sportzentrum zu haben. In der letzten Sitzung des Poppenrichter Gemeinderates stellten die beiden Vereinsvorsitzenden Thomas Grabinger (SVL) und Franz Schubert (SVM) sowie Klaus Hermes, der Vertreter des BLSV die Ergebnisse der bisherigen Fusionsgespräche vor.

Beide Vereinsheime marode

Festzustellen sei, so Grabinger und Schubert, dass sich die beiden Vereinsheime in desolatem Zustand befinden und dringend saniert werden müssten, von Barrierefreiheit könne nicht die Rede sein, das SVM-Sportheim könne im Winter nicht beheizt werden und das Sportgelände des SVL stünde bei Hochwasser längere Zeit unter Wasser. Grabinger und Schubert sehen einen gemeinsamen attraktiven und zukunftsfähigen Sportverein als das Fundament für eine starke Gemeinde an. Hier könne Jugendförderung groß geschrieben und für ehrenamtliches Engagement geworben werden.

Der neue Verein zähle gut 1300 Mitglieder. Damit wäre er der zweitgrößte Sportverein im Landkreis Amberg-Sulzbach. Etwa 600 Mitglieder seien unter 26 Jahren und davon seien 70 Prozent 13 Jahre und jünger. Der BLSV, so Klaus Hermes, schlage ein auf mehreren Schultern verteiltes modernes Vereinsmanagement vor, rate zu einem neuen gemeinsamen Sportzentrum, wobei natürlich eine gesicherte Finanzierung vorausgesetzt werden muss.

Die Gemeinderäte Andreas Kopf und Gerhard Eckl erklärten, dass sie einen Zusammenschluß beider Sportvereine befürworteten und Roger Hofmann ergänzte, dass beide Vereine in den vergangenen Jahren viel für das Gemeinwohl geleistet hätten, ein großer Verein könne daa nur noch besser leisten. Das von SVM und SVL vorgestellte Konzept werde der Gemeinderat in seiner Klausurtagung im Oktober intensiv behandeln, versprach Bürgermeister Hermann Böhm. Er regte an, einen Arbeitskreis zu bilden, dem Vereine, Verwaltung und Gemeinderatsmitglieder angehören.

Neuer Waldkindergarten

Nachdem der Waldkindergarten unter der Trägerschaft von Learning Campus seinen Betrieb eingestellt hat, will nun Stefanie Seifert aus Taßlberg, die in Ursensollen bereits die Großtagespflege „Wichtelwiese“ betreibt, den bisherigen Waldkindergarten als „Waldwichtel Poppenricht“ ab dem Frühjahr 2027 für Kinder ab einem Aller von einem Jahr fortführen. Sie wolle keine Konkurrenz für die vorhandenen Krippen sein, sondern biete eine flexible Betreuungsform in einer Gruppe mit bis zu fünf Kindern, erklärte sie. Einstimmig nahm der Gemeinderat das künftige Betreuungsangebot zur Kenntnis und beauftragte die Verwaltung, beim Landratsamt die erforderliche Nutzungsänderung zu beantragen sowie einen Trägervertrag mit Stefanie Seifert auszuarbeiten.

Ein Bauantrag zum Umbau und zur Umnutzung einer Gewerbeeinheit in fünf Wohneinheiten sowie zum Neubau von zwei Tinyhäusern in Traßlberg stellte der Gemeinderat zurück. Das gemeindliche Einvernehmen erteilte der Gemeinderat für eine Bauvoranfrage zum Neubau von zwei Mehrfamilienhäusern in Traßlberg sowie der Errichtung eines Wohnhauses und weiteren land- und forstwirtschaftlichen Gebäuden im Außenbereich von Poppenricht.

Projekt für Senioren startet

In seinem Bericht verwies Bürgermeister Böhm auf ein Schreiben an den Landrat, mit dem er auf den schlechten Fahrbahnzustand der Kreisstraße AS 13 im Bereich der Orte Witzlhof und Taßlberg hingewiesen hatte. Bereits vor zwei Jahren sei der Leiter des Tiefbauamtes informiert worden. Weiter erinnerte Böhm an die Ehrung einiger langjähriger Feuerwehrdienstleistender. So seien Johannes Hauer und Michael Eckl für 25 Jahre, Markus Zagel und Christian Krieger für 40 Jahre und Günther Pirkl für 50 Jahre aktiven Feuerwehrdienst geehrt worden. Kürzlich habe er den neuen Feldgeschwornen Konrad Scharl vereidigen können.

Die vom Planungsbüro Neidl erstellten Entwürfe für die Hupferwiese in Traßlberg sollen am Dienstag, 22. September 2026, ab 18 Uhr am Traßlberger Dorfplatz oder, falls Regenwetter herrscht, im Feuerwehrhaus vorgestellt werden.

Aove-Geschäftsführerin Katja Stiegler präsentierte die "Zukunfts-Vision Heimat“: Senioren von heute und morgen sollen in gemeinsam erarbeitenden Projekten für die Belange ihrer Kommune gewonnen werden, erklärte Stiegler, damit sie sich aktiv bei der Zukunftsgestaltung ihrer Heimat beteiligen können. Das Projekt starte am Freitag, 30. Oktober 2026, ab 17 Uhr in der Schul-Aula in Poppenricht. Beteiligen können sich die Senioren an den Themen Infrastruktur, Soziales und Versorgung.

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