02.02.2020 - 15:51 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

Gemeinderat für Einfache Dorferneuerung in Witzlhof

Einen Antrag der CSU, für Witzlhof die Einfache Dorferneuerung beim Amt für ländliche Entwicklung zu beantragen, unterstützen SPD und Freie Wähler. "Aber können wir uns das finanziell auch leisten", fragte SPD-Sprecher Wolfgang Schmidt.

Großer Sanierungsbedarf besteht einem vom CSU-Ortsverband eingebrachten Antrag zufolge in Witzlhof in der Richard-Herter-Straße (links) und Zum Glaser (rechts). Wobei aber Bürgermeister Roger Hoffmann vorrangig und zeitnah größten Handlungsbedarf bei der Richard-Herter-Straße sieht.
von Autor GFRProfil

Seinen kurzen Bericht begann Bürgermeister Roger Hoffmann mit dem Dank an seine Bürgermeisterkollegen Gertrud Weigl und Hermann Böhm, die ihn während seiner krankheitsbedingten Abwesenheit im vergangenen Jahr zuverlässig vertreten hätten. Außerdem überreichte Hoffmann ein Geschenk an Stephan Ehebauer aus Poppenricht, habe der doch letztes Jahr mit seinem Sohn fast jede Gemeinderatssitzung verfolgt.

Mit dem Neujahrsempfang, eine "runde Sache", sei er, so Hoffmann, ins Jahr 2020 gestartet und einige Neujahrsempfänge und Vereinsversammlungen habe er als Vertreter der Gemeinde Poppenricht auch im Januar wahrgenommen. Hoffmann wies auch auf die Vorstandssitzung des Wasserzweckverbands Illschwang und eine außerordentliche Fraktionssprechersitzung zum Regional-Budget der AOVE hin, auch eine Sitzung zur Genehmigung von Einzelprojekten aus dem Regional-Projekt habe stattgefunden. Mit der Gewerbebau Amberg sei das weitere Vorgehen für den Beitritt der Gemeinde Poppenricht zum Wirtschaftsraum Amberg abgeklärt worden. Auch die Umsetzung des "barrierefreien Rathauses" sei mit dem Inklusions-Beauftragten Frank Senft erörtert worden.

Schließlich habe er noch, erklärte Hoffmann, die Baumaßnahmen für die Dorferneuerung Poppenricht mit den Büros FHS und Renner/Hartmann, der evangelischen Kirchenverwaltung sowie den Baufirmen Scharnagel und Scharf besprochen. Wenn das Wetter mitspiele, könne an der Friedhofsmauer ab Februar gearbeitet werden, Tiefbauarbeiten seien ab April geplant.

Grundsätzlich waren sich die Gemeinderäte einig, einem CSU-Antrag auf Beantragung der Dorferneuerung für Witzlhof zu folgen. SPD-Fraktionssprecher Wolfgang Schmidt aber hatte Bedenken, ob "wir uns das finanziell leisten können". Warum jetzt dieser Antrag, fragte Schmidt, sei doch die Dorferneuerung Witzlhof schon vor sechs Jahren im Wahlprogramm der örtlichen CSU gestanden. Nichts sei seither getan worden, obwohl ein CSU-ler Bürgermeister war. Andreas Kopf pochte darauf, keine Zeit mehr zu verlieren und den Antrag beim Amt für ländliche Entwicklung (ALE) einzureichen. "Die entsprechende Genehmigung dauert sowieso Jahre", ergänzte Herrmann Böhm. "Beim momentanen Niedrigzins sollten wir über eine Kreditaufnahme nachdenken", sagte Kurt Köhler, doch Roger Hoffmann sprach sich klar dagegen aus. In Witzlhof müsse vorrangig der "katastrophale Zustand" der Richard-Herter-Straße beseitigt werden, so Hoffmann. Einstimmig war sich der Gemeinderat schließlich, beim ALE die Einfache Dorferneuerung zu beantragen.

Als förderwürdige Maßnahmen für das Regional-Budget hatte sich Poppenricht mit der Kanu-Anlegestelle in Altmannshof und dem Wohnmobilstellplatz beim Sportgelände in Traßlberg beworben. Doch nur die Kanu-Anlegestelle wird mit bis zu 10 000 Euro gefördert. Aber auch nur, erläuterte Waltraud Lobenhofer, wenn die Maßnahme spätestens Ende September abgeschlossen ist.

Künftig könnten nicht nur Kommunen sondern auch Vereine oder Firmen vom Regional-Budget profitieren, das Projekt müsse nur der Allgemeinheit zugänglich sein. Zu einem kurzen, aber durchaus freundschaftlichen Wortgefecht kam es zwischen Bürgermeister und Waltraud Lobenhofer, die meinte, das Geld aus dem Regional-Budget sehe sie als "Spielgeld". Damit gab sich Hoffmann nicht zufrieden, er wolle für seine Gemeinde "echtes Geld" sehen.

Bauausschuss:

Drei Anträge genehmigt

Drei Bauanträge standen auf der Tagesordnung des Bauauschusses. Allen wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Es handelte sich um einen Wintergartenanbau sowie einen Carport-Neubau in Poppenricht und um eine Terrassenüberdachung in Traßlberg.

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