Amberg
09.11.2022 - 11:09 Uhr

Grund zur Freude beim Jahrtag des Dekanates Amberg-Sulzbach

Das neu errichtete katholische Dekanat Amberg-Sulzbach beging kürzlich seinen ersten gemeinsamen Kapiteljahrtag. Ein solcher Jahrtag war ursprünglich vor allem dem Gedenken an verstorbene Priester des Dekanates gewidmet. Seit Jahren schon ist er aber auch Anlass, über den Kreis der hauptamtlichen Priester, Diakone und pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dekanates hinaus ehrenamtlich Engagierte und interessierte Gläubige zu einem ausgewählten Thema zusammenzuführen. Der abendliche Gottesdienst in der Basilika St. Martin und der anschließende Vortrag im Großen Rathaussaal standen diesmal unter dem Leitwort „Die Freude an Gott ist unsere Stärke“. Dekan Christian Schulz, der der Eucharistiefeier vorstand, stellte so auch das Motiv der Glaubensfreude ins Zentrum seiner Predigt. Er lud die Mitfeiernden ein, sich gedanklich in den Urzustand der ersten Jünger Jesu hineinzuversetzen. Sie wussten sich von Jesus geliebt und ebenso gebraucht. Ohne äußere Hilfsmittel zogen sie los, um anderen Menschen durch ihre Worte und Taten nahezubringen, was sie selbst durch Jesus erfahren hatten: Gott ist da! Besonders dann, wenn sich heute angesichts verschiedener Umstände eher Freudlosigkeit und bisweilen Resignation in der Kirche breitmachten, müsse jeder getaufte Christ zunächst für sich persönlich diese Mitte des Glaubens immer wieder neu entdecken.

Nur aus dieser inneren Freude könne dann auch echtes Glaubenszeugnis für andere entstehen. Von der Freude wurde in diesem Gottesdienst aber nicht nur gesprochen, sie war auch erfahrbar. Dazu beigetragen haben die Schar der anwesenden Priester, Diakone und in der Seelsorge Mitarbeitenden, die große Zahl der Mitfeiernden aus dem Dekanat, die ausgezeichnete musikalische Gestaltung eines Ad-hoc-Chores unter der Leitung von Regionalkantor Rudolf Fischer, Bernhard Müllers an der Orgel und das festliche Trompetenspiel von Franz Badura, die Ministranten und anderen Dienste der Pfarrei St. Martin unter der Leitung von Prodekan Thomas Helm.

Auf den Gottesdienst folgte dann der Vortrag „Von der Freude Christ zu sein“ im Großen Rathaussaal. Pia Sommer, Ordinariatsrätin in der Diözese Eichstätt und Leiterin der Hauptabteilung Jugend, Berufung und Evangelisierung, brachte den Versammelten dieses Thema nahe. Ihre Grundthese lautete: Man könne nur das Feuer weitergeben, das in einem selbst brennt. Und der Kern des Christseins sei keine Ansammlung von Geboten und Verboten, sondern zuerst und vor allem die frohmachende persönliche Beziehung zu Gott. Abschließend stellte sie noch einige konkrete Projekte zur Evangelisierung aus ihrem Arbeitsbereich vor. Das Grundanliegen des Vortrags und die gesetzten Impulse wird das Dekanat mit seinen Pfarreien ganz sicher in die künftigen pastoralen Planungen mit einbeziehen.

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