Poppenricht
07.02.2025 - 14:27 Uhr
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Mentor-Lesepaten-Projekt sucht auch in Poppenricht Verstärkung

Mentor-Lesepaten sind derzeit in den AOVE-Kommunen regelmäßig im Einsatz. Ihre Arbeit interessiert den Poppenrichter Gemeinderat.

Der Projektleiter für die Mentor-Lesepaten in den AOVE-Kommunen ist Erhard Ströhl. Er stellt dem Poppenrichter Gemeinderat den Sinn der Mentor-Lesepaten vor, die alle mit einem von Lions finanzierten Rucksack mit Lese- und Spielmaterial ausgestattet werden. Bild: gf
Der Projektleiter für die Mentor-Lesepaten in den AOVE-Kommunen ist Erhard Ströhl. Er stellt dem Poppenrichter Gemeinderat den Sinn der Mentor-Lesepaten vor, die alle mit einem von Lions finanzierten Rucksack mit Lese- und Spielmaterial ausgestattet werden.

In der jüngsten Sitzung des Poppenrichter Gemeinderates hatte Projektleiter Erhard Ströhl Gelegenheit, dem Gremium die Mentor-Lesepaten vorzustellen.

Studien hätten ergeben, sagte Ströhl, dass in den vierten Grundschulklassen rund jedes vierte Kind beim Lesen erhebliche Defizite habe. "In Deutschland gibt es etwa sechs Millionen Analphabeten, die nicht in der Lage sind, eine Speisekarte oder einen Fahrplan zu lesen", betonte er. Eine Ursache dafür sei, dass in rund 30 Prozent der Familien den Kindern nicht mehr vorgelesen werde.

Damit den mit einer Leseschwäche verbundenen Problemen abgeholfen werde, gebe es Deutschland fast 130 Vereine mit Mentor-Lesepaten, die etwa 16.000 Kindern vorlesen, informierte Erhard Ströhl. Seit einigen Jahren beteiligten sich der Arbeitsgemeinschaft Obere Vils/Ehenbach (AOVE) angehörenden Kommunen an dem Projekt. Heute betreuen Ströhl zufolge 35 Lesepaten an zehn Grundschulen Kinder mit Leseschwächen.

Grundsätzlich gelte bei dem Projekt: „Ein Lesepate – ein Kind – ein Jahr.“ Die Verwaltung der Lesepaten übernimmt laut Ströhl die AOVE-Geschäftsstelle. Die Kinder würden in enger Zusammenarbeit mit der Schule und dem Schulamt ausgewählt. Im vergangenen Schuljahr seien es 28 Kinder gewesen, denen die Lesepaten in entspannter Atmosphäre in der Schule vorgelesen hätten. Eine Lesepatenstunde dauere etwa 45 Minuten, wobei tatsächlich nur gut zehn Minuten gelesen werde, die restliche Zeit tauschten sich Lesepate und Kind zwanglos aus.

Erhard Ströhl betonte, dass Lesepaten ein amtliches Führungszeugnis vorlegen müssten und Termine niemals in Privaträumen der Lesepaten stattfänden. Das Projekt Mentor-Lesepaten erhalte keine öffentlichen Fördergelder, man finanziere sich ausschließlich durch private Spenden. Die AOVE stelle den Lesepaten einen mit Lese- und Spielmaterial bestückten und von Lions finanzierten Rucksack. Die Lesepaten arbeiteten ehrenamtlich ohne Honorar, nur notwendige Auslagen würden vergütet.

Sinn seiner heutigen Präsentation sei es, stellte Erhard Ströhl klar, weitere Lesepaten zu gewinnen oder Spenden zu generieren. Hier hakte Waltraud Lobenhofer, die selbst bereits als Lesepatin tätig ist, ein und schlug vor, „dass wir von unserem Sitzungsgeld den Mentor-Lesepaten der AOVE einige Euro zukommen lassen“.

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