Der Kinder- und Jugendchor St. Michael Poppenricht unter der Leitung von GR Regina Probst stellte mit dem Musical „Und er rennt“ ein Riesenprojekt auf die Beine. Über 100 Mitwirkende trugen dazu bei, dass die biblische Geschichte vom barmherzigen Vater (Johnny Ambros) und dem verlorenen Sohn (Enya Bauer) modern und berührend dargestellt wurde. Für Pfarrer Mitterer war das Musical eine „tolle Vermittlung der frohen Botschaft – fast besser als so manche Predigt!“ Noch dazu vor einer vollen Kirche, bei der die Sitzplätze bei Weitem nicht ausreichten – wie an Weihnachten.
Los geht die Geschichte, wie sich der jüngere Sohn von seinem Vater sein Erbe auszahlen ließ und in die Ferne zog. Nachbarinnen beobachteten das Ganze und sahen, wie traurig der Vater über den Fortgang seines Sohnes war und wie sich die Diener um den Vater kümmerten. In der Ferne geriet der Sohn an falsche Freunde, die ihn gehörig ausnahmen. Andere Gäste sahen, wie die „falschen Freunde“ bald ein nächstes Opfer fanden. Schließlich landete der Sohn bei einer Bauernfamilie, wo er als Schweinehirte eine Anstellung fand. Nicht einmal vom Schweinefutter durfte er etwas essen, so tief war er gefallen. Da beschloss der Sohn, heimzugehen zu seinem Vater. Dieser sah ihn von Weitem kommen und rannte ihm entgegen. Der Vater, alias Johnny Ambros, legte einen Sprint quer durch die Kirche hin, lief seinem Sohn entgegen und fiel ihm in die Arme. Vor Freude, dass der Sohn wieder heimgekommen war, ließ der Vater ein Fest ausrichten. Der ältere Sohn fand das ungerecht, aber der Vater redete ihm gut zu. Schließlich sei er doch immer bei ihm und alles, was ihm gehöre, gehöre auch ihm, aber jetzt müsse er sich doch freuen, sein Bruder war „verloren und ist wiedergefunden worden, er war tot und lebt wieder.“ Am Ende feierten alle zusammen ein „himmlisches Fest“. Die Jüngsten des Chores tanzten als kleine Engelchen beim festlichen Schlusslied durch die Kirche.
Begeisterung beim Publikum
Alle Mitwirkenden wurden mit einem Riesenapplaus gefeiert, so begeistert und berührt waren die Zuschauer von dieser besonderen Aufführung. Solisten, Schauspieler und Gesamtchor sind bei diesem Musical über sich hinausgewachsen.
Um ein Projekt in dieser Größenordnung leisten zu können, braucht es viele Mitwirkende. Das Team Kulisse malte auf großen Kartons den Hof des Vaters, das Wirtshaus und den Bauernhof, die bei jedem Szenenwechsel gedreht wurden. Das Team Regie unter der Hauptleitung von Barbara Weiß übernahm die Schauspielproben. Die Band unter der Federführung von Dominik Schrödl begleitete die Songs professionell mit verschiedenen Instrumenten, von Geige, E-Piano, Querflöte, Sopranblockflöte, über E-Gitarre, E-Bass, Gitarre bis hin zu Schlagzeug. Martina Weiß gestaltete die ansprechenden Programmhefte mit zahlreichen Fotos und Infos.
Kooperation mit HCA-Gymnasium
Für besondere Lichtstimmung und die Tontechnik sorgte die Technik-AG des HCA-Gymnasiums Sulzbach-Rosenberg und BenPaule Eventtechnik. Die 15 jungen Damen und Herren bauten bereits drei Tage vor der Aufführung in der Kirche die gesamte Technik auf. Kirchenpfleger Stefan Hüttl, zugleich Konrektor am HCA-Gymnasium, freute sich über seine Schüler, die das Musicalprojekt seiner Pfarrei so toll unterstützen.
Im Anschluss an das Musical wurde das „himmlische Fest“ am Kirchplatz fortgesetzt. Für die Organisation des „Caterings“ zeichneten sich Monika Widmann und der PGR verantwortlich.
Das Musicalprojekt wird noch lange nachwirken – nicht nur bei den Mitwirkenden, sondern auch bei allen, die das Musical live erleben durften.


















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