Poppenricht
27.06.2026 - 13:29 Uhr

Poppenrichter Gemeinderat ist wieder vollzählig

Der Poppenrichter Gemeinderat ist wieder vollzählig. Und Bürgermeister Hermann Böhm freut sich schon auf die 700-Jahr-Feier – und den Weltmeistertitel, den seiner Meinung nach nur eine Mannschaft gewinnen kann.

Nach ihrer Vereidigung hieß Bürgermeister Hermann Böhm (links) die r neue SPD-Gemeinderätin Anna Heigl (rechts) herzlich im Poppenrichter Gemeinderat willkommen. Bild: Gerhard Franz
Nach ihrer Vereidigung hieß Bürgermeister Hermann Böhm (links) die r neue SPD-Gemeinderätin Anna Heigl (rechts) herzlich im Poppenrichter Gemeinderat willkommen.

Als Bürgermeister Hermann Böhm in der letzten Sitzung des Poppenrichter Gemeinderat das Programm für die 700-Jahr-Feier von Poppenricht am 18. und 19. Juli auf dem Dorfplatz vorstellte, schlug gleichzeitig auch sein Fußballerherz ziemlich hoch. Das Endspiel der Fußball-WM werde auf einer Großbildleinwand im Festzelt gezeigt. Und für ihn kommen als Endspielgegner nur Deutschland und Argentinien in Frage. Wie es ausgehen wird, ist für den Poppenrichter Bürgermeister klar: „Der Messi schießt ein Tor, die unseren natürlich zwoa.“

Zu Beginn der Sitzung wurde Anna Heigl (SPD) als Nachrückerin für den auf eigenen Wunsch ausgeschiedenen Gemeinderat Mario Eckl (SPD) vereidigt. Bürgermeister Böhm betonte, er freue sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit der neuen Gemeinderätin. Anna Heigl wurde ohne große Diskussion als Verwaltungsrätin des Kommunalunternehmens Poppenricht bestellt. Fraktionsübergreifend einstimmig war auch der Gemeinderatsbeschluss, der Simone Luttenberger als Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses berief.

Förderung für Schulhaus beantragt

Die Turnhallenfassade soll einen neuen Anstrich erhalten. Auf Vorschlag des CSU-Fraktionssprechers Andreas Kopf soll dann der Bauauschuss aus vier Probefarbanstrichen die geeignete Farbe auswählen. Für den Umbau des alten Schulhauses, der auf rund 2.3 Millionen Euro geschätzt wird, stellt die Gemeinde Poppenricht einen Zuschussantrag, der im günstigsten Fall der Gemeinde einen Förderung in Höhe von etwa zwei Millionen Euro einbringen wird.

Zurückgestellt wurde ein Antrag auf Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans im Baugebiet „Auf der Höhe“. Und zwar, bis der Bauausschuss bei einem Augenschein geklärt hat, ob überhaupt noch zu entscheiden sei. Der SV Luitpoldhöhe-Traßlberg plant wegen steigender Mitgliederzahlen im Freizeitgelände Traßlberg einen vierten Tennisplatz. Auch hier soll der Bauausschuss bei einem Ortstermin mit den Vereinsverantwortlichen klären, wo der neue Tennisplatz errichtet werden soll.

Kein weiterer Zuschuss?

Ein Antrag der First Responder Poppenricht auf finanzielle Bezuschussung eines Gerätehauses, das etwa 50.000 Euro kosten soll, löste bei den Gemeinderäten nicht gerade Begeisterung aus. SPD-Fraktionssprecher Michael Gradl meinte, die Gemeinde habe ja schon das Grundstück den First Respondern kostenfrei überlassen, das sei Förderung genug. Zustimmung erhielt Gradl von Andreas Kopf, der auf eine angespannte Haushalslage der Gemeinde verwies.

In seinem Bericht verwies Bürgermeister Hermann Böhm auf das Sicherheitsgespräch mit der Polizei. Demnach sei die Kriminalitätsentwicklung in der Gemeinde Poppenricht rückläufig. Straftaten gegen das Leben habe es überhaupt nicht gegeben. Zwei Sexualdelikte seien angezeigt worden, dazu acht Diebstähle und neun Vermögens- und Fälschungsdelikte. Von 39 angezeigten Straftaten habe die Polizei in 26 Fällen die Täter ermitteln können. Im Bayerischen Gemeindetag seien die Interessen aller 27 Städte, Märkte und Gemeinden des Landkreises Amberg-Sulzbach gebündelt. Als neuer Kreisvorsitzender habe der Illschwanger Bürgermeister Dieter Dehling die Nachfolge seines langjährigen Vorgängers Peter Braun angetreten und er, so Böhm, sei zum Stellvertreter Dehlings gewählt worden.

Tempomessung waren okay

„Tortenzuber und Naschwerk“ sei am Pfingstsonntag in Poppenricht eröffnet worden und vorletztes Wochenende habe die Feuerwehr der Partnergemeinde Krems/Österreich ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. In Poppenricht seien vergangene Woche die ehrenamtlich tätigen Gemeindebürger mit einem Ehrenamtstag in der Schulaula gewürdigt worden. Böhm kündigte an, dass die Stadtwerke Amberg ab nächstem Monat den „Wassercent“ erheben werden.

Bei kürzlich vorgenommenen Tempomessungen in Altmannshof waren weit über die Hälfte der „geblitzten“ Autofahrer nicht zu beanstanden, 20 Prozent seien verwarnt worden und nur vier Prozent erhalten einen Bußgeldbescheid. Zum Ende seines Berichts bat Hermann Böhm, des Ende Mai verstorbenen Alfons Graf zu gedenken. Graf habe von 1972 bis 2012 dem Poppenrichter Gemeinderat angehört, war 15 Jahre Zweiter Bürgermeister, habe sich mit großem persönlichen Einsatz um die Belange seiner Heimatgemeinde gekümmert und sei vor drei Jahren zum Ehrenbürger ernannt worden.

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