04.09.2020 - 11:20 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

Reh schwer verletzt: Autofahrer meldet Wildunfall neun Stunden zu spät

Offene Bauchdecke und heraushängende Gedärme: Ein schwer verletztes Reh musste bei Poppenricht einen ganzen Tag lang leiden, weil der Autofahrer nach einem Zusammenstoß mit dem Wild erst neun Stunden später die Polizei verständigte.

Ein Wildunfall bei Poppenricht beschäftigt die Polizei.
von Miriam Wittich Kontakt Profil

Rund vier Stunden dauerte die Suche eines Jagdpächters nach einem Reh, das bei einem Wildunfall am frühen Donnerstagmorgen, 3. September, auf der Kreisstraße AS 13 verletzt worden war. Wie die Polizei berichtet, hatte der Autofahrer den Zusammenstoß zwischen Traßlberg und Altmannshof nämlich erst am Nachmittag, neun Stunden nach dem Unfall, angezeigt. Erst am Abend konnte der Jäger das Tier – mit offener Bauchdecke und heraushängenden Gedärmen – finden und erlösen.

Den 60-jährigen Autofahrer erwartet nun eine Bußgeldanzeige nach dem Bayerischen Jagdgesetz aufgrund der verspäteten Meldung, die dem Tier zusätzlich erhebliches Leiden verursachte. Am Auto war Schaden in Höhe von rund 500 Euro entstanden.

Auch ein BMW-Fahrer, der auf der B 85 bei Arling am Donnerstagmorgen ein Wildtier erfasst hatte und diesen Vorfall erst über drei Stunden später meldete, wird eine Bußgeldanzeige nach dem Bayerischen Jagdgesetz erhalten. Bei dem Zusammenstoß war geringer Schaden am Auto entstanden. Der Jagdpächter wurde erst von der Polizei informiert.

Am Donnerstagabend überrollte ein BMW einen Fuchs, der auf der Staatsstraße 2238 an der Abzweigung nach Vilseck auf der Fahrbahn stand. Das Tier wurde getötet, der Anstoß hinterließ 2000 Euro Schaden.

Im August gab es einen ähnlichen Fall bei Ursensollen

Ursensollen

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